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Freitag, 24.01.2020

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Hartnäckiger Einsatz der Kunstfreunde belohnt

Fürther Arbeitskreis für Werke im öffentlichen Raum ist zufrieden - 11.01.2011 11:00 Uhr

Rettung auf den letzten Drücker: Das gefährdete Wandmosaik von Hans Langhojer und Georg Weidenbacher wird demnächst abgenommen und saniert. © Günter Distler


Wie Baureferent Joachim Krauße auf Anfrage der FN erläutert, muss das Mosaik zum Anbringen der Dämmung zerlegt werden. Noch lägen keine Resultate der Ausschreibung vor. Damit das schwere Kunstwerk auf der Dämmschicht hält, muss es nach Einschätzung von Arbeitskreismitglied Bernd Kaag einen stabilen Rahmen bekommen.

Aus dem Ringen um das 50 Jahre alte Mosaik habe der Arbeitskreis die Lehre gezogen, dass man hartnäckig bleiben muss, um Erfolg zu haben. Dabei hatten die ehrenamtlichen Pfleger historischer Kunst am Bau die Hoffnung fast schon aufgegeben. Zur Wende beigetragen hat nach Kaags Ansicht auch die Ankündigung, ein geplantes Benefiz-Essen mangels ausreichender Resonanz ausfallen zu lassen.

„Da haben sich einige Kunstfreunde doch wohl in der Ehre verletzt gefühlt.“ Der Durchbruch beim Spendenfluss gelang indes erst, nachdem sich eine Stadratsmehrheit gegen die Sanierung ausgesprochen hatte und ein neuerlicher Spendenappell der FN erschienen war.

Wachsam zu sein, lautet die Devise für den Arbeitskreis. Als Erfolg des ausdauernden Bemühens um die Rettung nicht mehr moderner Kunst am Bau wertet Kaag auch den Erhalt und die Sanierung der Paradies-Plastik der Künstlerin Gudrun Kunstmann bei der Renovierung eines Wohnblocks der WBG auf der Hardhöhe.

Ein weiteres Wandmosaik hat Bernd Kaag persönlich aus dem inzwischen abgerissenen Technikgebäude des Umspannwerks an der Dambacher Straße geborgen. Derzeit verhandelt er mit der infra über ein Anbringen — am besten im neuen Gebäude des Umspannwerks.
 

di

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