Hauptschulbau mehrfach optimiert

11.12.2009, 00:00 Uhr
Bei der Grundsteinlegung samt Vorstellung des Modells der Maischule im Sommer 2008 war die Welt noch in Ordnung. Nun wird das Projekt deutlich teurer.

© Mark Johnston Bei der Grundsteinlegung samt Vorstellung des Modells der Maischule im Sommer 2008 war die Welt noch in Ordnung. Nun wird das Projekt deutlich teurer.

10 200 Euro muss die Stadt bei der Maischule für breitere Fensterbretter hinlegen; diese sollen es erschweren, zu den Fenstern hinauf und dann hinaus zu steigen.

Mehr Licht in der Aula

Die Idee ökologischer Nachhaltigkeit steht hinter der Anschaffung von Echtholzfurniertafeln für die Außenfassade, die mit 11 000 Euro zu Buche schlagen - und beim gestrigen Dachbrand inklusive Dämmmaterial auf einer großen Fläche verschmorten.

Mehr Licht in der Schulaula sollen stromsparende «Spiegelwerfersysteme» liefern, für die 8000 Euro zu berappen sind. Manche vor Baubeginn nicht vorhersehbare Faktoren verteuerten das Projekt zusätzlich. So stellte sich beim Ausheben der Baugrube heraus, dass der Untergrund aus sehr lockerem Sand besteht, der den Aushubtrupps zum Teil wie eine Fontäne entgegensprühte.

Hier wurden umfangreiche Abstützungs- und Schalmaßnahmen nötig, um Gefährdungen von Baustellenpassanten und Bauarbeitern auszuschließen. Der rutschende Sand wurde während der Baugrubenphase kontinuierlich nachgefüllt.

Sogar die Überreste von Toten fand man auf dem Areal, was nach Auskunft von Stadtbaurat Joachim Krauße angesichts von Kirchen respektive früheren Friedhöfen im näheren Umkreis kaum verwunderlich ist. Die Gebeine wurden entfernt und ordentlich bestattet. Zusammen mit Rohrarbeiten auf dem Gelände des benachbarten Grünflächenamts - wo unterirdische Wasserleitungen demontiert werden mussten - kommt man auf Kosten von 29 700 Euro.

Andererseits verringerte sich ein Bilanzposten spürbar: Auf Grund von Schwankungen im Materialpreis kommt der Sanitärbereich der neuen Schule 104 920 Euro billiger als veranschlagt. Krauße betonte im Bauausschuss, dass die jetzige Kostenschätzung in allen Punkten von der teuersten Variante ausgeht und die tatsächliche Zuzahlung am Ende wahrscheinlich geringer ausfallen wird.