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Heftige Schelte aus dem Rathaus

Neue Mitte: Der OB wirft dem Stadtheimatpfleger Polemik vor - 26.11.2008

Mit seiner Kritik an dem in der Innenstadt geplanten Einkaufscenter gefährde Mayer «eine 150-Millionen-Euro-Investition durch eines der größten Einzelhandelsunternehmen in Europa«. Wie berichtet, hatte der im Auftrag der Stadt ehrenamtlich tätige Heimatpfleger seine Ablehnung des Projekts zum wiederholten Male öffentlich gemacht. Derzeit, so Mayer, werde die Gründung einer Bürgerinitiative angepeilt.

Mayers Vorwurf, der portugiesische – nicht spanische, wie es gestern in den FN versehentlich hieß – Investor Sonae Sierra lasse keinerlei Bereitschaft erkennen, auf Bedenken einzugehen, weist die Stadtspitze zurück. «Ohne die Ergebnisse des laufenden Architektenwettbewerbs abzuwarten, wird Weltuntergangsstimmung geschürt, um sich zu profilieren«. kontert der OB.

Ignoriert werde von Mayer und seinen Mitstreitern dabei völlig, «dass gravierende städtebauliche Missstände wie das brachliegende Wölfel-Areal am City-Kino, der Bereich Fiedler und die Bausünde Commerzbank mit der Neuen Mitte die einmalige Chance auf Korrektur erhalten«. Verbesserungen seien in diesen Bereichen «nicht nur wünschenswert, sondern städtebaulich dringend erforderlich«.

Er, kündigt Jung an, werde in Zusammenarbeit mit dem städtischen Wirtschaftsreferenten Horst Müller dennoch weiter an der Realisierung der Neuen Mitte arbeiten, «um Fürth als Einkaufs- und Denkmalstadt voranzubringen«. Die Gegner lade man «zu einem konstruktiven Dialog mit eigenen Vorschlägen gerne ein«.

Mit seiner Art des Vorgehens aber schmälere Mayer «eine der größten Zukunftschancen der Stadt erheblich«. Denn an einer Investition des finanzstarken Konzerns Sonae Sierra seien auch etliche andere Städte sehr interessiert. 

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