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Mittwoch, 16.10.2019

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Heiliger Florian schaute in Langenzenn vorbei

150 Jahre Feuerwehr: Der Schutzpatron führte persönlich durch das Programm - 07.04.2019 18:50 Uhr

Als Heiliger Florian moderierte Rainer Ströbel die mehrstündige Festveranstaltung. © Foto: Nina Daebel


Florian alias Ströbel führte durch die mehrstündige Veranstaltung und unterhielt mit so mancher Anekdote aus dem aktiven Dienst. So erinnerte er an den mitunter schwierigen Start mit einem der neuen Feuerwehrfahrzeuge. Das hatte es bei seiner ersten Fahrt nicht bis zum Einsatzort geschafft, weil es vorher im Straßengraben gelandet war. Auch von zwei Kameraden berichtete er, von denen der eine in die Güllegrube und der andere in einen Bach gefallen war. "Den Spitznamen ,Bachstelze‘ konnte ich dann nicht mehr aufhalten", bedauerte der Heilige Florian.

Ernstere Töne schlug Landrat Matthias Dießl an, der daran erinnerte, wie sehr sich die Aufgabenschwerpunkte der Wehr in den vergangenen Jahrzehnten verändert haben. Die Anforderungen seien gestiegen, genauso wie die Anzahl der technischen Hilfeleistungen. Den aktiven Feuerwehrleuten dankte er für ihren unermüdlichen Einsatz, den sie komplett ehrenamtlich leisten.

Ein besonderer Tag für die Langenzenner Wehr war es auch, weil Innenminister Joachim Herrmann als Schirmherr am Festgottesdienst in der sanierten Kirche teilnahm. "Das war ein wunderbarer Auftakt", fasste Bürgermeister Jürgen Habel zusammen. Er betonte zudem, dass die Stadt stets an der Seite der FFW Langenzenn stehen werde und die Zusammenarbeit bestens funktioniere. Die Kommune investiere regelmäßig in die Ausrüstung und nun auch in die Errichtung eines neuen Feuerwehrhauses. Nachdem sich der Baubeginn um rund sechs Monate verzögert hat, soll jetzt der Startschuss dafür fallen.

Aggressivität statt Dankbarkeit

Dass sich nicht nur die Aufgaben der Wehren geändert haben, sondern "auch diejenigen, zu denen wir eilen", betonte Kreisbrandrat Frank Bauer. Er bedauerte in seiner Ansprache, dass den Feuerwehrleuten häufig keine Dankbarkeit mehr entgegengebracht werde, sondern — ganz im Gegenteil — Aggressivität.

Offenbar seien ihr Einsatz und ihre Opferbereitschaft zur Selbstverständlichkeit geworden. Dass die Stadt hinter ihrer Wehr stehe, würdigte Bauer ausdrücklich: "Die Investition in die Feuerwehr ist kein unnötiger Luxus, sondern eine Investition in die Zukunft."

Die Stadtkapelle Langenzenn unter der Leitung von Clemens Losch unterhielt die zahlreichen geladenen Gäste bestens. Und die Schüler-Initiative-Rumänienhilfe (SIR) des Wolfgang-Borchert-Gymnasiusm Langenzenn hatte die Bewirtung übernommen. Auch Vertreter der österreichischen Patenwehr waren zum Festkommers angereist. Ein Überraschungsgast war ebenfalls angekündigt: Zu später Stunde betrat der fränkische Kabarettist Jörg Kaiser die Bühne.

Nina Daebel

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