Samstag, 18.01.2020

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Heißmann und Rassau werden Kulturerbe-Botschafter

Verein würdigt das Engagement des Fürther Komödianten-Duos für den Denkmalschutz - 05.06.2018 16:00 Uhr

Volker Heißmann und Martin Rassau (li.) sind nicht nur aus Fürth (hier beim Kirchweih-Erntedankfestzug 2017) nicht mehr wegzudenken, sie gehören sogar zu den ersten Botschaftern des Kulturerbes Bayern. © Hans-Joachim Winckler


Geehrt wird das Komödianten-Duo für seine Verdienste um den Erhalt der Volksbildungsstätte Berolzheimerianium, in dem sich nach dem Auszug der Volksbücherei seit September 1998 die Comödie Fürth befindet. Heißmann und Rassau "haben mit ihrem großen Engagement einen wertvollen Beitrag geleistet, das gebaute Erbe in Fürth zu erhalten und einen notleidenden Schatz wieder in echtes, lebendig genutztes Schmuckstück verwandelt", heißt es der Begründung des Vereins für die Auszeichnung.

Die beiden Fürther seien ein Vorbild für die gemeinnützige Initiative Kulturerbe Bayern, die gefährdete denkmalgeschützte Gebäude in ihre Obhut übernimmt, mit Ehrenamtlichen instandsetzt und sie mit nachhaltigen Nutzungskonzepten dauerhaft der Öffentlichkeit zugänglich macht. Rund 5 Millionen Euro hat die Comödie in den Umbau des Jugendstilhauses investiert, das der jüdische Bleistiftfabrikant Heinrich Berolzheimer seiner Heimatstadt 1906 gestiftet hatte.

Volker Heißmann (li.) und Martin Rassau werden geehrt. © Archivfoto: Romir


Unterstützt wurde das Vorhaben vom rührigen Förderverein Berolzheimerianum und einem Fürther Bürger, der mit einer großen Spende den Umzug der Volksbücherei in die Fronmüllerstraße ermöglicht hat. Begonnen hatten Heißmann und Rassau ihren Lustspielbetrieb 1991 mit der Kleinen Komödie im Nürnberger Stadtparkrestaurant.

Die Stadt selbst hatte vor 20 Jahren die Renovierung aus eigener Kraft nicht stemmen können. Da kamen Heißmann und Rassau mit ihrem Team gerade recht. Im Gegenzug überließ ihnen die Kommune das Gebäude bis 2017 mietfrei.

di

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