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Höfefest: Gutes Ende nach Wetterdesaster

Der Sonntag bescherte der beliebten Veranstaltung doch noch ein großes Publikum - 22.07.2018 22:15 Uhr

„Reichet alle euch die Hände, und die Welt wird besser sein“: Im Hof der Theaterstraße 49 führten Schauspieler, Laien und der Chor Auftakt in die Zeit der rußenden Schlote und ließen ahnen, wovon Industriearbeiter damals träumten. © Foto: Michael Müller


Deshalb durfte die Stadt vermelden: Es ist alles doch noch gut gegangen. Auskunft darüber, wie viele Menschen in und zwischen den 52 Höfen unterwegs waren, gab es am Sonntag zwar nicht, zu schwer sei das abzuschätzen. Doch nicht nur der bloße Augenschein, sondern auch eine konkrete Zahl lässt vorsichtige Rückschlüsse zu: Am Sonntagnachmittag gegen 15 Uhr vermeldete Stadtsprecherin Susanne Kramer, dass sämtliche der rund 500 weiß-grünen Klapphocker vergriffen sind. Die Sitzgelegenheiten gab es für zwei Euro das Stück als mobile Raststationen im Höfe-Marathon. Auch sonst zeigte sich Kramer sehr zufrieden mit der Resonanz. Rathausführungen etwa "hätten wir bis Sonntagnacht machen können".

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Das Höfefest 2018: Intime Einblicke in Fürths grüne Oasen

Mit 51 Höfen und über 600 Mitwirkenden setzt das diesjährige Höfefest neue Maßstäbe. Das bei den Fürthern sehr beliebte Fest bietet Einblick in grüne Oasen der Stadt, die sonst eigentlich nicht der Öffentlichkeit zugänglich sind.


Das Überraschende: Selbst am nass-kühlen Samstag ließen sich nach anfänglichem Zögern erstaunlich viele nicht davon abhalten, zwischen den Schauplätzen zu pendeln – ausgerüstet mit Regenschirmen und Regenjacken. Groß war die Neugier auf das, was sich die Stadt hatte einfallen lassen. Nicht weniger als 200 Jahre Fürther Geschichte sollten an einem Wochenende beleuchtet werden.

Ein sportlicher Anspruch, dem man in 20 Themenhöfen gerecht zu werden versuchte. Dort gab es Aufführungen von Schauspielern, Musik und Ausstellungen mit Schwerpunkten wie erste Eisenbahn, Alltag im Ersten Weltkrieg, Entwicklung der Spielvereinigung, Verschwinden des Gänsberg-Viertels, altes Handwerk, Braugeschichte und Künstler, die in den 90ern Fürther Innenstadtbrachen besiedelten.

Daneben lockten, wie schon einmal im Jubiläumsjahr 2007 und 2013, spannende Einblicke in private Höfe, die sonst den Bewohner vorbehalten sind – reichlich Staunen über diese versteckten Großstadtoasen und etliche unerwartete Entdeckungen inklusive. 

Wolfgang Händel

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