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Höfefest: Zwei Tage mit riesigem Programm

Im Jubiläumsjahr gibt es am 21. und 22. Juli eine neue Auflage - 05.07.2018 08:50 Uhr

In der Karolinenstraße 30 liegt dieses Idyll, das heuer — sicherlich nicht zu Unrecht — unter dem Namen „Gartenhof“ aufgelistet ist. Neben ihm öffnen weitere 50 Höfe ihre Türen für Besucher. © Archivfoto: Thomas Scherer


Es waren, grob geschätzt, bis zu 50.000 Menschen, die bei der Erstauflage des Höfefests 2007 herbeiströmten. In vielen Gesichtern der Besucher konnte man an diesem Tag ein großes Erstaunen ablesen. Darüber, wie viele liebevoll gestaltete grüne Oasen es in der Stadt gibt, die oftmals versteckt und nicht zugänglich hinter Einfahrten und Toren liegen. Erst 2013 gab es eine zweite, ähnlich erfolgreiche Veranstaltung – und danach immer wieder Bitten von Bürgern, dieses außergewöhnliche Fest zu wiederholen.

Dass es nun wieder ein paar Jahre gedauert hat, bis die Fürther erneut durch die Ruhepole abseits des hektischen Stadtlebens schlendern können, liegt daran, dass die Organisation des Fests recht aufwendig ist. Seit Monaten sind Innenstadt-Quartiersmanagerin Alexandra Schwab und Walter Landgraf, Stadtjubiläums-Koordinator, damit beschäftigt, das Programm zusammenzustellen und die Hof-Anrainer zum Mitmachen einzuladen.

51 Innenstadt-Oasen sind jetzt mit von der Partie. Für 20 dieser Höfe hat man sich — extra zum Jubiläumsjahr — ein ganz besonderes Rahmenprogramm ausgedacht. Sie widmen sich bestimmten Ereignissen der vergangenen 200 Jahre. Der Hof vom Haus für Soziales in der Hirschenstraße etwa greift den Komplex rund um den Ersten Weltkrieg auf, andere befassen sich mit der Gründung der Spielvereinigung oder der Not der Bevölkerung im Zweiten Weltkrieg. In jedem dieser Höfe wird ein Plakat von FürthWiki einen groben Überblick über das Thema geben und ein QR-Code ermöglicht es, via Smartphone noch mehr Informationen abzurufen. Darüber hinaus erfahren die Besucher Wissenswertes über den jeweiligen Hof und dessen Geschichte. Außerdem sind an vielen Orten zusätzliche Aktionen, etwa Vorträge, Gespräche mit Zeitzeugen, Geschichtenerzähler und Tanz- oder Schauspieleinlagen vorgesehen.

Die übrigen 31 Höfe gehören teils zu Gastronomiebetrieben, wie etwa der Hof des Bistro Galerie in der Gustavstraße oder der Kronprinzenhof am Rathaus mit seinem Sushi-Lokal, teils sind sie in privater Hand. Auch dort ist einiges geboten, zum Beispiel Kunstausstellungen, Yoga und Qi Gong oder ein Märchengarten. Beinahe alle Gastgeber werden für die Besucher etwas zu essen und zu trinken bereitstellen. Alexandra Schwab erinnert sich in diesem Zusammenhang an eine besonders rührige Familie, die 2007 ganze 42 Bleche mit Zwiebelkuchen buk und an die hungrigen Gäste verteilte.

Die Tourist-Info lädt an beiden Tagen immer wieder zu speziellen Führungen ein, darunter eine, die Fürth um 1900 vorstellt; eine andere widmet sich den Wirtschaftswunderjahren.

Um an dem Wochenende den Überblick zu bewahren, gibt es im Rathaushof beim Ludwig-Erhard-Zentrum einen Infopoint. Dort findet man neben Programmheften auch praktische Sitzhocker in weiß-grünem Fürth-Design. Sie lassen sich bequem schultern und in den Höfen, in denen Sitzgelegenheiten meist knapp sind, einfach aufklappen.

ZDas Programmheft wird in den nächsten Tagen an verschiedenen Stellen der Stadt, unter anderem in der Tourist-Info, ausliegen. Bereits jetzt kann man das Programm online unter www.200-jahre-stadt.de unter "Highlights" und "200 Jahre eigenWelten" abrufen. Die Höfe sind am Samstag, 21. Juli, von 12 bis 20 oder 22 Uhr geöffnet, am Sonntag, 22. Juli, von 12 bis 18 Uhr.  

Gwendolyn Kuhn

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