Hoffnung muss her: Zirndorfs Bürgermeister fordert Lockerungen

1.3.2021, 18:45 Uhr
70 000 Primeln warten in diesem Gewächshaus des Gartencenters Dauchenbeck auf Käufer. Bald  wird der Platz schon für Geranien gebraucht.

70 000 Primeln warten in diesem Gewächshaus des Gartencenters Dauchenbeck auf Käufer. Bald wird der Platz schon für Geranien gebraucht. © Hans-Joachim Winckler

Die Öffnung von Garten- oder Baumärkten sowie Dienstleistungsbetrieben zur Körperhygiene begrüßt Zirndorfs Bürgermeister Thomas Zwingel als "vernünftigen ersten Schritt in Richtung des normalen Lebens". Doch auch Handel und Gastronomie bräuchten rasch Perspektiven.


"Gedeckter Tisch": Auch in Zirndorf protestieren Wirte und Hoteliers


Dringend geboten seien die zudem für sportbegeisterte Kinder und Jugendliche, denn sie leiden nach Zwingels Empfinden unter den Einschränkungen besonders."

Die Amateursportvereine haben bei den Jugendlichen massive Mitgliederverluste zu verzeichnen; Handel und Gastronomie haben trotz ausgeklügelter Hygienekonzepte keine Aussicht auf Öffnung. Das kann so nicht weitergehen, die Menschen brauchen Hoffnung", findet der Bürgermeister.

Einen ähnlichen Appell hatte wenige Tage vorher Fürths OB Thomas Jung geäußert: "Politik muss auch Mut machen, muss Hoffnung geben."

Nicht nur die Inzidenzwerte sollten zählen

Zwingels Ansicht nach sollten im Blick auf eine Lockerung nicht nur Inzidenzwerte berücksichtigt, sondern weitere Faktoren wie die Auslastung der Kliniken und die Impfsituation in die Entscheidung einbezogen werden: "Natürlich brauchen wir zügige Impfungen, um gesundheitliche Stabilität zu erreichen.


Corona-Lage in Fürth: Inzidenz steigt über 70


Aber die Menschen, die in dieser langen Zeit der Pandemie weitgehend klaglos teils massivste Einschränkungen hingenommen haben, dürfen nicht länger alleine gelassen werden."

Die bisherigen Beschränkungen des öffentlichen Lebens will er nicht in Frage stellen. Das sei sicher "ein wesentlicher, richtiger und wichtiger Bestandteil des Kampfes gegen die Corona-Pandemie", erklärt Zwingel. Aber: "Wir können uns nicht auf Dauer nur von Lockdown zu Lockdown hangeln. Das würde nur den extremen Kräften nützen."