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Ideen sind gefragt: Wie soll Oberasbachs Schulzentrum künftig aussehen?

Planer haben verschiedene Ideen entwickelt - Auch Kommunalpolitiker sind mit im Boot - 23.04.2021 16:00 Uhr

Auch für das Gebäude der Grundschule gibt es eine breite Palette an Möglichkeiten.

20.04.2021 © Hans-Joachim Winckler


Die Planer haben vorgelegt und sechs Szenarien entwickelt wie das Schulzentrum der Zukunft in Oberasbach aussehen könnte. Mitreden wollen aber auch die Kommunalpolitiker, sie haben eine 14-köpfige Projektgruppe beschlossen und aus ihren Reihen besetzt, außerdem sind da natürlich die Schulen und der gemeinsame Elternbeirat.



Rückblende: Im Februar fand eine Klausurtagung statt – pandemiebedingt online. Dabei präsentierten die Planer vom Büro BSS-Architekten mit Blick auf das Areal in Kreutles, wo Grund- und Mittelschule seit rund drei Jahrzehnten Nachbarn sind, die vorläufigen Ergebnisse ihrer Untersuchungen und dazu sechs Varianten: verschiedene Vorschläge von Sanierung bis Neubau für die teils maroden Gebäude.

Damit nur ja niemand Gefahr lief, aus der Präsentation der BSS-Vertreter Thomas Hanna und Rainer Stöcker falsche Schlüsse zu ziehen, fiel in der Sitzung immer wieder der Begriff von der "Ideensammlung".

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Schwelbrand im Schulzentrum Oberasbach

Am Donnerstagmorgen kam es in Oberasbach zu einem Schwelbrand im ersten Obergeschoss des Schulzentrums. Da Bauarbeiten am Schulhaus verrichtet wurden, ist nicht auszuschließen, dass es durch diese zum Brand kam.


Denn klar ist, der städtische Öffentlichkeitsarbeiter Thomas Diebenbusch erwähnte das bei Zusendung der Architekten-Präsentation an die Redaktion vorsichtshalber auch in seiner Mail, dass im Rahmen der Projektgruppe "Anforderungen und Lösungsansätze erarbeitet" würden, "wie das Schulzentrum künftig gestaltet werden kann". Und weiter: "Im Zuge dessen wird es sicher auch nicht bei diesen sechs Varianten bleiben."

Grüne wollen nicht umziehen

Wer sich als Laie darüber wundern mochte, was denn nach den Vorschlägen der Planer noch kommen sollte, wurde in der Sitzung gleich vom Zweiten Bürgermeister überrascht, der Variante Nummer sieben auf den Tisch legte: Nach kontroverser Diskussion, so Norbert Schikora, sei die Fraktion der Grünen zu der Grundhaltung gelangt, in Kreutles "den bisherigen Schulstandort in Gänze beizubehalten und nicht nach Unterasbach zu ziehen".

Demnach präferieren die Grünen einen Neubau auf dem bisherigen Lehrerparkplatz. Dort soll die Grundschule Platz finden. Das alte Gebäude wird für die Mittelschule hergerichtet und deren bisherige Immobilie ebenfalls saniert. Hort oder Volkshochschule kämen dort als Nutzer in Betracht, aber auch eine Vermietung.

Sorge vor der Bürgerbeteiligung

Weil Baumaßnahmen und Umzüge so nach und nach vonstatten gehen könnten, spare man Geld für die teuren Containerlösungen. Außerdem ließe sich damit auch ein Bebauungsplanverfahren samt Bürgerbeteiligung und "ungewissem Ausgang" vermeiden.

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Ein zentraler Schulstandort, zumal mit der Nähe zum Jugendhaus und zum Rathaus – darin sieht auch die SPD, das sagte Fraktionssprecher Christian Jäger, "mehr Vorteile". Thomas Peter (FDP) machte sich ebenfalls für einen Verbleib am bisherigen Ort stark, und für einen "Komplettabriss als beste Lösung". Denn wenn man schon fast 30 Millionen Euro in die Hand nehme, dann bitte für eine moderne Schule.

Verweis auf die Arbeitsgruppe

Die CSU wollte keine Vorentscheidung treffen. Jürgen Schwarz-Boeck verwies auf die Arbeitsgruppe. Die Freien Wähler legten sich ebenfalls nicht fest: Als "völlig offen" beschrieb Felix Kißlinger deren Haltung, wobei man den Standort Unterasbach nicht ausschließen wolle. Aber: Zunächst solle die Projektgruppe ihre Arbeit machen.

Die BI Oberasbach würde dem Umzug von Grundschule und Hort nach Unterasbach "sehr viele positive Aspekte" abgewinnen. Die Nähe zum Hans-Reif-Sportgelände und zum Kindergarten führt Stephan Zeilinger an – und einen Sicherheitsaspekt: Durch eine Neuaufteilung der Schulsprengel könnte vermieden werden, dass die Kinder zukünftig Jahnstraße und Langenäckerstraße – beide stark befahren – queren müssten.

Nur das Notwendigste sanieren?

Mit einer – nach den vielen präsentierten Ideen – etwas kurios anmutenden Idee grätschte dann Andreas Fleischmann von den Grünen in die Diskussion. Einer Variante null, wie er es nannte. Was meint: An den jetzigen Schulgebäuden solle nur "saniert werden, was notwendig ist".

Die Fachleute von Bauamt und Architektenbüro schüttelten da nur den Kopf. Zu groß seien die Mängel bei Brandschutz und Barrierefreiheit, zudem ist ein modernes Lernkonzept gewünscht: "Bloße Kosmetik", so formulierte es Rainer Stöcker von BSS, "ist da nicht ausreichend."

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