Im Klezmer-Fieber

2.3.2014, 21:00 Uhr
Alte Bekannte: Die Gruppe Klezmafour aus Polen hat dieses Mal die Ehre, das Abschlusskonzert des Festivals im Stadttheater zu bestreiten. Archivfotos: Hans-Joachim Winckler

Alte Bekannte: Die Gruppe Klezmafour aus Polen hat dieses Mal die Ehre, das Abschlusskonzert des Festivals im Stadttheater zu bestreiten. Archivfotos: Hans-Joachim Winckler © Hans-Joachim Winckler

Passend zur 14. Auflage im Jahr 2014 gibt es, wie bereits angekündigt, statt der üblichen zehn Tage ausnahmsweise 14 Tage volles Programm. Das bedeutet: Das Festival beginnt schon an diesem Montag – und es gibt vier zusätzliche Konzerte.

David Krakauer — und seine Klarinette — sind auch wieder mit von der Partie.

David Krakauer — und seine Klarinette — sind auch wieder mit von der Partie. © Hans-Joachim Winckler

Den Auftakt macht die Formation Forshpil aus Lettland in der Kofferfabrik. Die Karten dafür sind allerdings ebenso vergriffen wie für die beiden Brunches und die 5o’clock-Konzerte. Auch bei Vira Lozinsky (7. März), Kleztory (8. März) und The Heart & The Wellspring (12. März) können Abendkassengänger vor Ort nur auf zurückgegebene Tickets hoffen.

Mit etwas Glück kommt man noch in den Genuss der Hamburg Klezmer Band (11. März), der satten Brass-Klänge von Mames Babegenush (14. März) und dem Klarinetten-Erlebnis schlechthin: David Krakauer & Ancestral Groove am 13. März. In jedem Fall raten die Veranstalter dringend dazu, sich die Karten bereits im Vorverkauf zu sichern. Diese gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen, unter anderem beim FN-Ticket-Point (Rudolf-Breitscheid-Straße 19, Tel. 7798718), wo Abonnenten mit ZAC-Karte 20 Prozent Rabatt auf fast alle Tickets erhalten.

Zu den Geheimtipps des diesjährigen Programms gehört neben dem exzellenten und feinsinnigen Quartett Maggid (13. März) auch der Klarinettist Michael Winograd (7. März), dessen musikalische Begleiter sich aus der Crème-de-la-Crème der New Yorker Klezmer-Szene zusammensetzen. Das Kantorenkonzert am 9. März – gleichermaßen interreligiöses Erlebnis und musikalischer Genuss – ist einer der Höhepunkte des Festivals: Drei Absolventen des Abraham-Geiger-Kollegs präsentieren Jüdische Synagogalmusik in der christlichen Kirche St. Peter und Paul in Poppenreuth.

Ein freudiges Wiederhören gibt es mit dem Duo klezmer reloaded aus Österreich (14. März) – sie waren bereits 2010 zu Gast in Fürth und hinterließen bleibenden Eindruck. Sehr gespannt darf man auf die Deutschlandpremiere der portugiesischen Klezmer-Band Melech Mechaya (8. März) sein, die in ihrer Heimat in Stadien vor Tausenden spielt. Auch die Jewish Monkeys hat man hierzulande noch nicht gehört. Sie eröffnen den unbestuhlten Party-Samstag (15. März) mit Klezmerrock und saftigen Texten, bevor das Quintett Yiddish Princess aus den USA mit Yiddish Hardrock übernimmt.

Das Abschlusskonzert am 16. März bestreiten diesmal Klezmafour aus Polen. In Fürth muss man sie nicht mehr groß ankündigen – sie sind zum dritten Mal beim Festival dabei. Die letzten beiden Male waren ihre Konzerte rasch ausverkauft. Glück fürs Publikum: Diesmal gibt es mehr Platz und somit auch noch Tickets, weil das große Festivalfinale traditionsgemäß im Stadttheater steigt.

Im prallen Festivalprogramm gibt es neben Filmen, Führungen und Workshops auch Veranstaltungen mit freiem Eintritt: Das Lokalpodium in der Gustavstraße und das Tantshoyz im elan – der Ball für Jiddische Tänze – sind längst feste Bestandteile des Klezmer Festivals. www.klezmer-festival.de, www.facebook.com/klezmerfestival

Keine Kommentare