Aktuelle Corona-Zahlen und -Regelungen

In großen Sprüngen: Fürths Inzidenz steigt auf 542

18.1.2022, 08:45 Uhr
Wo geht es hin? Mit Blick auf Omikron erwarten Experten steigende Inzidenzen.

Wo geht es hin? Mit Blick auf Omikron erwarten Experten steigende Inzidenzen. © imago images/Christian Ohde

Die Inzidenz und die Corona-Fallzahlen

7-Tage-Inzidenz: Fürth 542,0 - Fürth Landkreis 459,2

Neuinfektionen letzte 7 Tage: Fürth 695 - Fürth LK 545

Fälle gesamt: Fürth 15.035 - Fürth LK 11.217

Einwohner: Fürth 128.223 - Fürth LK 118.695

Todesfälle: Fürth 277 - Fürth LK 248

Aktuelle Regelungen: siehe weiter unten

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) in Fürth am Dienstag bei 542,0 (Montag: 482,0). Sie ist in den vergangenen Tagen stark gestiegen. Im Landkreis Fürth beträgt die Inzidenz 459,2 (Montag: 425,5).

Nach Angaben des Gesundheitsamts gab es zuletzt in einer Fürther Senioreneinrichtung Corona-Fälle "im niedrigen zweistelligen Bereich". Vor allem aber sei ein "sehr diffuses Infektionsgeschehen" zu beobachteorn, ohne Hotspots. Die hochansteckende Omikron-Variante breitet sich zunehmend aus: Ihr Anteil an den Neuinfektionen liegt inzwischen in Stadt und Landkreis bei über 50 Prozent. Angesichts der Vielzahl an Neuinfektionen hat das Gesundheitsamt die Anrufe bei positiv Getesteten gestoppt, es setzt nun auf Online-Formulare.

Aktuelle Ansteckungsfälle: In Fürth sind 711 Menschen positiv. 13.964 Fürtherinnen und Fürther sind wieder gesund. Im Landkreis sind 531 Menschen positiv. 11.133 Menschen aus dem Landkreis sind wieder gesund. (Stand: 17. Januar)

Hier geht's zur detaillierten Übersicht für Stadt und Landkreis Fürth.

Die Krankenhausampel wurde mit der 15. bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung außer Kraft gesetzt. Die Zahl der Hospitalisierungen und auch die Zahl der Covid-Intensivpatienten spielen in Bayern also vorerst keine Rolle mehr für die geltenden Regeln. Die Ampel stünde jetzt auf Gelb.

Die aktuellen Impf-Zahlen

Gesamt: Bisher wurden in Stadt und Landkreis Fürth insgesamt 441.772 Impfungen gegen das Coronavirus vorgenommen. 113.118 davon wurden von mobilen Teams des Impfzentrums durchgeführt, 115.938 im Impfzentrum in der Rosenstraße und 212.716 von Arztpraxen (Stand: 16. Januar). In die Statistik fließen auch die Zweit- und Drittimpfungen ein.

Pro Tag: Am Samstag, 16. Januar, haben 403 Menschen aus Stadt und Landkreis die dritte Impfdosis (Booster-Impfung) erhalten, 121 die zweite. Hinzu kommen 61 Menschen, die an dem Tag erstmals gegen Corona immunisiert wurden.

Den kompletten Überblick seit Ende Dezember finden Sie hier.

Diese Regelungen gelten aktuell

Vorab: Was bedeutet 3G, 3G Plus und 2G? Wer nicht geimpft und nicht genesen ist, braucht bei 3G einen maximal 24 Stunden alten negativen Schnelltest-Nachweis. Bei 3G Plus reicht dieser nicht, dann wird ein maximal 48 Stunden altes negatives PCR-Testergebnis verlangt.

Dabei gilt: Bei Schülern, die in der Schule regelmäßig getestet werden, reicht bei 3G und 3G plus in der Regel der Schülerausweis, um eingelassen zu werden. Kinder, die noch nicht eingeschult sind, haben hier automatisch Zutritt.

Bei 2G und 2G Plus haben nur Geimpfte, Genesene sowie Kinder bis 14 Jahre Zutritt. Ausnahmen werden zudem bis auf Weiteres in bestimmten Bereichen für ungeimpfte Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren gemacht, damit sie ihre Hobbys (etwa Sport, Theater und Musik) fortsetzen können. Auch in der Gastronomie und in Hotels gibt es für sie eine Ausnahmeregelung. Wer sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen kann, darf unter 2G bei Vorlage eines schriftlichen ärztlichen Zeugnisses sowie eines negativen PCR-Tests Zutritt erhalten.

Bei 2G plus brauchen Geimpfte und Genesene einen Test (Selbsttest unter Aufsicht, wenn das vor Ort zugelassen ist, oder maximal 24 Stunden alter Schnelltest-Nachweis oder maximal 48 Stunden alter PCR-Testnachweis; bei Schülern kann in der Regel der Schülerausweis den Testnachweis ersetzen). Neu: Die Testpflicht bei 2G plus entfällt für Geboosterte sofort nach der Auffrischungsimpfung und für doppelt Geimpfte, die sich mit Corona angesteckt haben und wieder genesen sind. In Krankenhäusern, Senioren- und Pflegeheimen gilt diese Ausnahmeregelung nicht.

Kontaktbeschränkungen: Ungeimpfte dürfen sich nur noch mit Mitgliedern des eigenen Haushalts und höchstens zwei Personen eines weiteren Haushalts treffen. Kinder dieser Haushalte unter 14 Jahren werden dabei nicht mitgezählt; Lebenspartner, die keine gemeinsame Wohnung haben, gelten als ein Hausstand. Zusammenkünfte von Geimpften und Genesenen sind auf zehn Personen beschränkt. Kinder sind bis zum 14. Geburtstag von den Kontaktbeschränkungen ausgenommen.

Maskenpflicht: Dort, wo Maskenpflicht herrscht (etwa im Handel und im ÖPNV), müssen es FFP2-Masken sein. Sonderregelungen gibt es für Kinder und Jugendliche (unter sechs Jahre: keine Maskenpflicht, sechs bis 16 Jahre: medizinische Masken; in der Grundschule dürfen die Kinder Stoffmasken tragen).

ÖPNV: 3G. Mit Kontrollen ist zu rechnen.

Einzelhandel: Seit 8. Dezember gilt 2G in Teilen des Einzelhandels; die Grundversorgung ist davon ausgenommen. In allen Geschäften müssen FFP2-Masken getragen werden. Es gibt zudem Beschränkungen, wie viele Kunden sich gleichzeitig im Laden aufhalten dürfen.

Gastronomie: in Bayern weiterhin 2G - Kinder und ungeimpfte Jugendliche unter 18 Jahren haben weiter Zutritt. Sperrstunde ab 22 Uhr. Bars, Clubs und Diskotheken sind geschlossen. Seit 4. Dezember gilt 2G auch für die Außengastronomie, also etwa an Glühweinständen. In Hotels setzt die Politik ebenfalls auf 2G.

Körpernahe Dienstleistungen (z.B. Friseur, nicht bei medizinischen, therapeutischen, pflegerischen Tätigkeiten): 2G.

Kinos, Theater, Bäder, Museen, Messen, Sport im Innenbereich, Kultur- und Sportveranstaltungen in geschlossenen Räumen: 2G plus. Ausgenommen sind bei sportlichen Eigenaktivitäten und anderen Hobbys (Musik, Theater) ungeimpfte Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren.

Arbeitsplatz: 3G. Wer nicht geimpft ist, muss täglich einen aktuellen Schnelltestnachweis oder einen maximal 48 Stunden alten PCR-Test vorlegen.

Klinikum: Besucherstopp - mit wenigen Ausnahmen.

Hochschulen, Bibliotheken, Fahrschulen, Musikschulen, außerschulische Bildungseinrichtungen (etwa VHS): 2G. Sportangebote: 2G plus.

Kitas: Seit Montag, 10. Januar, gilt eine Testpflicht in den Kitas. Die Kinder werden wieder in festen Gruppen betreut, offene Konzepte sind zurzeit nicht möglich.

Schulen: Schüler werden regelmäßig im Klassenzimmer getestet, auch am Sitzplatz sind Masken zu tragen. In Grund- und Förderschulen wurden Lollitests eingeführt, die genauere Ergebnisse liefern.

Die Quarantäneregelung an Schulen wurde vereinfacht. Wenn ein Schüler positiv auf Corona getestet werde, muss nicht mehr automatisch die ganze Klasse in Quarantäne gehen, sondern nur die Mitschüler, die sich längere Zeit in direkter Nähe aufhielten. Die anderen müssen sich eine Woche lang täglich testen. Schüler, die in Quarantäne sind, haben die Möglichkeit, sich nach fünf Tagen freizutesten.

Quarantäne: Die Regelungen wurden gelockert. Kontaktpersonen und Infizierte müssen zehn Tage in Quarantäne - am Ende der Quarantäne benötigt man keinen Test mehr. Freitesten kann man sich ab sieben Tagen - wenn keine Symptome vorliegen. Für Geboosterte entfällt die Quarantäne bei Kontakt zu Infizierten ganz.

Hilfreiche Informationen zur Impfung

Das Fürther Impfzentrum an der Rosenstraße fährt seine Kapazitäten wieder hoch, nachdem sich zuletzt Warteschlangen bildeten. Neue Impfstandorte sind hinzugekommen, inzwischen muss für die Impfung wieder ein Termin ausgemacht werden.

Hier geht's zur Seite des Fürther Impfzentrums und den verschiedenen Impf-Angeboten.

Hier geht's zum bayernweiten Online-Registrierungsportal, über das man Termine vereinbaren kann.

Die Beschreibung des Gesundheitsministeriums zum Ablauf der Impfungen finden Sie hier.

Der Artikel wird regelmäßig aktualisiert.