In letzter Minute: Appell gegen Abriss des Park-Hotels

19.6.2013, 16:00 Uhr
Die Abrissbagger kommen voran: Auf dem Wölfel-Areal ist bald auch das Kino verschwunden, demnächst werden die Arbeiten auf der anderen Straßenseite fortgesetzt. Im August soll das Park-Hotel (im Hintergrund) fallen.

Die Abrissbagger kommen voran: Auf dem Wölfel-Areal ist bald auch das Kino verschwunden, demnächst werden die Arbeiten auf der anderen Straßenseite fortgesetzt. Im August soll das Park-Hotel (im Hintergrund) fallen. © Winckler

Empfänger des Schreibens ist Ulrich Hülsbeck, als Chef des Autoschließsystem-Herstellers „Huf Hülsbeck & Fürst“ einer der 300 reichsten Deutschen; in Kopie ging der Brief aber auch an den restlichen Aufsichtsrat und den MIB-Vorstand, ans Fürther Rathaus sowie die Presse. Von Hülsbeck versprechen sich die Fürther Aktivisten offenbar besonderen Einfluss auf die Entscheidung bei MIB und Rückendeckung.

MIB, heißt es in dem Brief, habe sich mit verschiedenen Projekten einen Namen als Investor gemacht, der „großen Wert auf den Erhalt und die Integration historischer Bausubstanz“ legt. Entsprechend große Erwartungen habe man bezüglich des Einzelhandelsprojekts an der Rudolf-Breitscheid-Straße gehegt. Die Enttäuschung sei deshalb „umso größer“, dass MIB am geplanten Abriss des denkmalgeschützten Festsaals im Hotel festhält — auch nachdem sich jüngst das Landesamt für Denkmalpflege, der Landesdenkmalrat und das Denkmalnetz Bayern für den Erhalt stark gemacht hatten.

„Es wäre Ihrem Geschäft gewiss nicht zuträglich, wenn die Marke MIB in Zukunft mit der Zerstörung statt der Wahrung historischer Bausubstanz verknüpft würde“, schreiben Heyden und Geismann. Sie appellieren an Hülsbeck, darauf hinzuwirken, „den Abriss des Festsaals in letzter Minute zu verhindern“. Wie berichtet, hat die Stadt Ende Mai die Abbruchgenehmigung erteilt. MIB plant, sie Mitte August umzusetzen.

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