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Montag, 16.09.2019

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In Veitsbronn rauchen die Köpfe

Nach dem Bürgerentscheid gegen die Umgehung sind neue Lösungen gefragt - 25.07.2019 12:16 Uhr

Eine Umgehung wird nicht kommen, aber der Verkehr hat Veitsbronn – das Bild stammt aus dem Ortsteil Siegelsdorf – weiter im Griff. Die WBH hat Vorschläge gemacht, um die Situation zu verbessern. © Archivfoto: Horst Linke


Den Unmut der anderen Fraktionen zog Diana Bittner (WBH) nun auf sich, als sie in der jüngsten Gemeinderatssitzung deren angebliches Nichtstun kritisierte. "Ich habe mich sehr darüber gewundert, dass von den anderen Fraktionen kein einziger Vorschlag eingegangen ist", betonte sie. Die WBH hingegen hätte ihre Hausaufgaben gemacht. So fordert die Gemeinschaft, während der Stoßzeiten ein temporäres Halteverbot in der Langenzenner Straße auf dem Abschnitt zwischen Ampelkreuzung und Waldstraße sowie in der Fürther Straße von der Ampelkreuzung und dem Kreisverkehr bis zu Edeka einzurichten.

E-Mobilität fördern

Zudem wurde angeregt, den Verkehrslärm über das Bezuschussen von Lärmschutzfenstern erträglicher zu machen und die Abgasbelastung zu reduzieren, indem die Gemeinde E-Mobilität fördert. Der Binnenverkehr könnte durch zusätzliche Fahrradwege weniger werden und der Ziel-, Quellverkehr sowie der Durchgangsverkehr könnten durch einen verbesserten ÖPNV reduziert werden, heißt es.

Außerdem fordert die WBH, die Ampelanlage in Siegelsdorf zu prüfen. Demnach könnten hier die Verkehrsströme mittels Kamerasensoren erfasst und so dem Bedarf entsprechend geschaltet werden.

Die Idee zu einer solch modernen, sensorgesteuerten Ampel gehabt zu haben, beansprucht allerdings auch Jörg Lehnberger (SPD) für sich. Er habe bereits frühzeitig seine Kontakte zu Siemens genutzt und hier nach einer möglichen technischen Umrüstung der Ampelanlage an der Kreuzung in Siegelsdorf gefragt. "Das wäre genau das Richtige für diesen Verkehrsknotenpunkt", so Lehnberger. Er kündigte an, dass die SPD an diesem Thema dranbleiben werde.

Die von Bittner geäußerte Kritik an den Fraktionen, keine Alternativen zur Umgehung vorgelegt zu haben, wies Werner Haußmann (SPD) entschieden zurück. Die WBH greife mit ihren Anträgen keine neuen Ideen auf. Was sie präsentiere, sei alles in der Diskussion um die Umgehung immer wieder thematisiert worden.

"Ihr seid zwar die Ersten, die jetzt etwas vorgelegt haben. Aber ihr seid nicht die Einzigen, die sich Gedanken gemacht haben", betonte Thomas Batari. So habe auch die CSU-Fraktion eine Vielzahl an Ideen und werde diese im Rahmen einer Klausurtagung diskutieren. 

Nina Daebel

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