Montag, 21.09.2020

|

Indianersommer zwischen Park und Pappelsteig

Gelb, orange und rot: Wegen der Witterung wirkt der Herbst heuer auch in Fürth besonders farbenprächtig - 25.10.2005

Ein Herbst wie in Kanada: Erst hängen die Blätter lange und bunt an den Zweigen, was Spaziergänger und Fotografen beglückt, dann freuen sich die Kinder - wie hier im Stadtgarten - über die wunderbaren weichen Laubhaufen. Foto: Kögler

© -


Gelb-orangene Pappeln, feuerrote Ahorne, quittengelbe Eichen: „Wahnsinn“, schwärmt Diplom-Forstwirt Dirk Osterloh, der von Berufs wegen solche Naturschauspiele eigentlich gewohnt sein müsste. Allerdings tritt der Farbenzauber bei uns nicht allzu häufig auf. In diesem Jahr aber ging es Ende September los, und „wenn alles gut geht und keine starken Nachtfröste und viel Regen kommen, kann das noch bis Mitte November so bunt weitergehen“, erläutert der Experte des Grünflächenamtes.

An der Witterung liegt’s, dass sich das Laub heuer besonders schön verfärbt und länger an den Zweigen bleibt als sonst: Ein feuchter Sommer und trockene Oktoberwochen führten dazu, dass die Blattfarbstoffe langsamer von grün zu braun abgebaut werden. Im Rosengarten, rund um den Südstadtpark, im Wiesengrund und sogar am Sozialrathaus lassen sich derzeit die Bäume bestaunen. Amber- und Eisenholzbaum, Silberahorn oder Scharlacheichen, die auch in den USA wachsen, zeigen, was in ihnen steckt.

Für die städtische Straßenreinigung ist der Indianersommer allerdings eher eine Last: Wie jedes Jahr sind seit Mitte Oktober bereits wieder zehn Maschinen täglich im Einsatz, um das Laub zu beseitigen.

Seite drucken

Seite versenden


weitere Meldungen aus: Fürth