Investor klagt über verfrühte Diskussion

18.7.2011, 22:00 Uhr

© Fondara

Man sei „irritiert“, dass derzeit „eine Teildiskussion um die Gestaltung“ geführt und der Eindruck erweckt wird, diese sei bereits jetzt „entscheidungsrelevant“, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Fondara verweist auf die von der Stadt aufgestellten Regeln, denen zufolge die Architektur Gegenstand eines gesonderten Wettbewerbs sein wird. Ihn soll die Firma, die am 27. Juli vom Stadtrat den Zuschlag für das Einzelhandelsprojekt bekommt, im Herbst ausloben.

Die Firma Fondara habe ihr Angebot auf dieser Basis abgegeben und deshalb auch in der Präsentation der Konzepte vor anderthalb Wochen auf entsprechende Erläuterungen verzichtet. „Gestalterische Akzente waren ausdrücklich nicht gefordert“, heißt es in der Erklärung.

Die Konkurrenten MIB und ATP/Ten Brinke hatten sich dessen ungeachtet in Wort und Bild bereits relativ dezidiert zu ihren optischen Vorstellungen geäußert. Vor allem MIB bekannte sich ausführlich zu einem Konzept, das eine möglichst enge Anlehnung des Einzelhandelskomplexes an die „Formensprache“ der historischen Fürther Bausubstanz verfolgt. In Entwürfen ist beispielsweise ein Neubau anstelle des Park-Hotels zu sehen, der dessen ursprüngliches Erscheinungsbild variiert.

Eine Architekturdiskussion zu diesem Zeitpunkt sei „zwar verständlich, weil der äußere Eindruck das Stadtbild prägen wird“, räumt Fondara ein. Dennoch sei sie von der Kommune nicht vorgegeben. Vielmehr sei für die Kür des Bauherren allein dessen Umgang mit bestehender Bausubstanz und dem öffentlichen Raum sowie die Leistungsfähigkeit der Angebote ausschlaggebend.
 

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