Junge Fürther treffen sich zum Kleidertausch

6.7.2018, 13:40 Uhr
Premiere: Noch unter dem Namen

Premiere: Noch unter dem Namen "Fairtauscht" ging die Tauschbörse im vergangenen Jahr erstmals im Zett9 über die Bühne. © Foto: André De Geare

Wie funktioniert der Tausch?

Servantes: Man kann vorab bis zu 25 Teile abgeben und bekommt für jedes eine Wertmarke. Die hat allerdings keinen bestimmten Wert: Man kann sich dafür am Sonntag einfach ein Teil raussuchen, das einem gefällt. Auch wer noch Marken vom letzten Jahr übrig hat, kann kommen.

Nägele: Sachen, die übrig bleiben, geben wir an ein soziales Projekt.

 

Waren Sie bei der Premiere im vergangenen Jahr denn zufrieden mit den Dingen, die zur Verfügung gestellt wurden?

Servantes: Ja, absolut. Da waren vielleicht drei Kleidungsstücke dabei, die wir aussortieren mussten.

Nägele: Die Sachen waren wirklich qualitativ gut, man hätte die alle auch noch verkaufen können.

 

Aber genau das wollen Sie nicht?

Nägele: Genau, wir wollten was machen, wo es nicht ums Feilschen und Verhandeln geht, sondern um alternativen Konsum und Nachhaltigkeit.

Servantes: Die Idee zur Börse hatten wir auch, weil wir es aufwendig fanden, dass man sich bei Plattformen wie Kleiderkreisel immer einen Wert und eine Versandgebühr überlegen musste, wenn man dort Dinge anbieten wollte. Und mit Freundinnen Sachen zu tauschen, klappt ja nur, wenn sie die gleiche Größe haben.

 

Neben Kleidung und Schuhen sind zum Beispiel auch fast unverbrauchte Kosmetikartikel willkommen. De Geare

Neben Kleidung und Schuhen sind zum Beispiel auch fast unverbrauchte Kosmetikartikel willkommen. De Geare © F.:

Auf Facebook fühlten sich manche diskriminiert von der Altersbeschränkung. Warum ist die Tauschbörse nur gedacht für junge Menschen?

Nägele: Es ist eine Veranstaltung, die von Jugendlichen gemacht wird, in einem Jugendhaus, mit Geldern aus dem Jugendbeteiligungsprojekt "Echt Fürth". Jungen Menschen fehlt oft die Lobby, deshalb ist es gut, dass mal speziell was für sie veranstaltet wird.

 

Abgeben können Fürther zwischen 15 und 35 Jahren gut erhaltene, saubere Sachen im Zett 9, Theresienstraße 9, noch am Samstag, 13 bis 16 Uhr, oder am Sonntag, von 10 bis 12 Uhr. Angenommen werden: Kleidung, Taschen, Schuhe, CDs, DVDs, Platten, Spiele, Accessoires, "moderne" Bücher, so gut wie unverbrauchte Deko- und Drogerieartikel. Nicht genommen werden: Unterwäsche, Geschirr, Möbel und Elektroteile.

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