Kampf um das Wandmosaik

21.11.2010, 19:00 Uhr

© Günter Distler

Die Sitzung des Bauausschusses hat Kilian Angermaier mit gemischten Gefühlen verfolgt. Plötzlich schien die Hürde, das sanierungsbedürftige Kunstwerk von Hans Langhojer und Georg Weidenbacher zu retten, weit weniger hoch: Für 140000 Euro ließe sich das Mosaik erhalten, sagte Baureferent Joachim Krauße da, nachdem monatelang von 180000 Euro die Rede gewesen war. 90000 Euro davon, so hatte es geheißen, müssten mit Spenden gedeckt werden.

Davon gingen Angermaier und seine Mitstreiter vom Arbeitskreis Kunst im öffentlichen Raum und vom Lions Club aus, als sie sich vor vielen Wochen daran machten, ein Benefizessen zu organisieren und Spenden zu sammeln. Weil sich zu wenig Unterstützer fanden, musste das Essen abgeblasen werden. Irgendwann, sagt Angermaier, wurde ihnen bewusst, dass das Unterfangen „aussichtslos“ war.

Nun habe sich die Lage geändert. Nach der neuen Kalkulation braucht die Stadt nur noch gut die Hälfte der ursprünglich geforderten 90000 Euro. Angermaier schöpft neue Hoffnung — und ärgert sich. Die Spenden, die der Lions Club gesammelt hat (rund 3000 Euro), habe man den Spendern bereits zurückgegeben, weil man sich keine Illusionen mehr machen wollte. Nun laufe die Zeit ab.

Das befürchtet auch Walther Dann, der als Arzt einst Hans Langhojer behandelte und sein Kunstwerk in Fürth schmerzlich vermissen würde. Nachdem der neue Betrag bekannt wurde, hat er gleich gespendet. Bis Mittwoch noch haben Nachahmer Zeit.

Spenden an: Stadt Fürth, Kontonummer 18, Sparkasse Fürth, Verwendungszweck: „Mosaikspende“. Die Spenden werden nach Angaben der Stadt zurückgezahlt, wenn das Mosaik nicht gerettet wird.