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Kein Keller, keine Garage? Mystorage bietet Lagerraum

Kunden können Boxen mieten — Halbe Million Euro floss in Ex-Möbelhalle - 25.06.2017 16:00 Uhr

Ein Blick in das SB-Lagerhaus Mystorage: Vorstand Thomas von Ow (links) und sein Mitarbeiter Rene Gaidzica zeigen eine der 2500 Boxen, die Kunden derzeit bei dem Unternehmen in Fürth mieten können. © Foto: Leberzammer


Von einer kleinen Box mit einem Quadratmeter Fläche bis hin zu einem Lagerraum von der Größe einer Doppelgarage mit 50 Quadratmetern reicht das Angebot, das den Nutzern 18 Stunden am Tag offen steht. Es wird offenbar gut angenommen. "Rund 50 Prozent unserer Flächen sind bereits vermietet", berichtet Thomas von Ow.

Weitere Expansion

Der 54-Jährige hat das Unternehmen vor drei Jahren gemeinsam mit seinem Partner Frank Sterkman in Heidelberg gegründet. Fürth ist der zweite Standort von Mystorage, das vor allem in Süddeutschland weiter expandieren möchte. Noch boomt der Markt zwar noch nicht wie in den USA, wo viele Wohnhäuser keine Keller haben und es bereits über 50 000 Selfstorage-Standorte gibt.

Doch auch hierzulande gibt es nach Ansicht von von Ow einen sehr großen Bedarf – nicht zuletzt, weil in den Ballungsräumen der Wohnraum knapp ist. Aktuell böten unterschiedliche Anbieter an bundesweit 150 Standorten Flächen zum Selbstbedienungs-Mieten – Englisch: Selfstorage – an. "In zehn Jahren werden es über 1000 sein", ist sich von Ow sicher. Das junge Unternehmen selbst will demnächst in Karlsruhe und Heilbronn sowie im kommenden Jahr in Nürnberg weitere Filialen eröffnen.

Mit Fürth, wo er das ehemalige Höffner-Möbellager in der Dieselstraße angemietet hat, zeigt sich der Mystorage-Vorstand sehr zufrieden und zieht eine positive Bilanz der ersten drei Monate: "Die Anbindung über die A 73, aber auch mit dem Bus ist ein großer Vorteil", sagt von Ow.

Außerdem sei das Städtedreieck Nürnberg-Fürth-Erlangen ein interessantes Einzugsgebiet mit großem Potenzial. 70 Prozent der Kunden seien Privatleute, die aus unterschiedlichen Gründen schnell und unkompliziert Lagerraum benötigen. Eine Voranmeldung und Reservierung über das Internet ist möglich, aber nicht zwingend erforderlich.

Obwohl die Mieter per Code und Schlüssel jeden Tag zwischen 6 und 24 Uhr an ihre Boxen kommen, ist das Büro mit dem örtlichen Kundenberater Rene Gaidzica zu den üblichen Zeiten besetzt. "Wer möchte, kann direkt mit seinen Gütern zu uns kommen und bekommt umgehend einen Platz", erklärt er. Die Mindestlaufzeit eines Mietvertrags beträgt 14 Tage – genauso lang ist die Kündigungsfrist.

Bislang sind von den insgesamt 7500 Quadratmetern auf drei Etagen 2500 mit weiß-orangefarbenen Boxen ausgebaut. Zusammen mit Brandschutz, Notausgängen und weiterer Infrastruktur hat Mystorage laut von Ow bislang rund eine halbe Million Euro investiert. Das sei etwa die Hälfte des geplanten Finanzrahmens.

Praktische Laderampen

Besonders praktisch sind die Laderampen an der Rückseite, über die selbst schwere Lasten ohne allzu großen Aufwand befördert werden können. Im Mietpreis inbegriffen ist die Nutzung von Transportgeräten, wie Hubwagen. Auf Wunsch werden zudem Kontakte zu Speditionen vermittelt. Des Weiteren kann ein Pkw-Anhänger ausgeliehen werden. Rabatte gibt es für Rentner und Studenten, für Langzeitmieter und all jene, die ihre Rechnung im Voraus bezahlen.

ARMIN LEBERZAMMER

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