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Mittwoch, 21.04.2021

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Keine Klassenzimmer: Fürth schafft Container an

Vorübergehende Lösungen für die Unterbringung von Grundschülern - 840 000 Euro investiert - 08.03.2021 06:00 Uhr

Auf der Hardhöhe soll langfristig das frühere Gemeindehaus der Heilig-Geist-Kirche Raum für Grundschüler bieten. Es muss allerdings noch umgebaut werden.

01.03.2021 © Foto: Hans-Joachim Winckler


Allein für das im Herbst beginnende Schuljahr hat man im Rathaus einen Bedarf von je zwei Containern für drei Einrichtungen errechnet: für die Adalbert-Stifter-Schule in Oberfürberg, die Farrnbachschule in Burgfarrnbach und die Grundschule Hans-Sachs-Straße in Stadeln.

Mögliche Standorte auf den betreffenden Grundstücken wurden bereits festgelegt. Bürgermeister und Schulreferent Markus Braun beziffert das Investitionsvolumen auf insgesamt etwa 840 000 Euro.

Ursprünglich veranschlagt war mehr als eine Million Euro für acht Container. Nun werden es nur sechs statt acht. Der Grund: Auf der Hardhöhe findet sich eine andere Lösung. Braun zufolge hat sich der Leiter der Mittelschule Soldnerstraße, Claus Binder, bereit erklärt, vorübergehend zwei Klassen aus dem Bereich Offene Ganztagsschule der benachbarten Grundschule in seinem Haus aufzunehmen. An der Mittelschule "müssen sie dafür zusammenrutschen", so Braun.

Langfristig soll hier das frühere Gemeindehaus der Heilig-Geist-Kirche rund 100 Grundschülern aus der offenen Ganztagsbetreuung Platz bieten. Es diente zuletzt als Unterkunft für Flüchtlingsfamilien und ist seit Oktober 2019 ungenutzt. Der Umbau ist fest geplant, doch steht laut Braun noch der Förderbescheid der Regierung von Mittelfranken aus. "Wir rechnen jeden Tag damit."

Aber auch wenn die ersehnte Nachricht aus Ansbach rasch kommt, reiche die Zeit bei weitem nicht mehr, um die Bauarbeiten bis zum Beginn des neuen Schuljahres abzuschließen.


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Insgesamt wird es nach Berechnungen der Verwaltung für die nächsten drei Schuljahre (einschließlich 2023/2024) nötig, bis zu 19 Container anzuschaffen. Zur kostspieligeren Anschaffung in Etappen erklärt Braun: "Wir wollen ganz bewusst vorsichtig sein."

Die Stadt will reagieren

Heißt: Man möchte sich die Option offenhalten, auf die Entwicklung der Schülerzahlen aktuell reagieren zu können. Außerdem könnten derzeit weder auf dem Gelände der Grundschule Frauenstraße noch auf dem der Grundschule Schwabacher Straße die dort ab spätestens 2023 voraussichtlich erforderlichen Container aufgestellt werden. Im ersten Fall wären das vier, im zweiten zwei.


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Die 840 000 Euro für die ersten sechs Container muss die Stadt in voller Höhe stemmen, weil Interimsgebäude als Ausweichquartiere nicht förderfähig sind. Dass die Container gekauft und nicht gemietet werden, erklärt man bei der Stadt mit den auf Dauer günstigeren Kosten. Zudem ließen sich die Einheiten versetzen, wenn sie an einem Standort überflüssig, am anderen aber gebraucht werden.

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