Dienstag, 12.11.2019

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Klare Mehrheit für Neubau des Schliemann-Gymnasiums

Pläne wurden vom Bauausschuss gebilligt - Am 20. November entscheidet der Stadtrat - 08.11.2019 21:00 Uhr

Am bisherigen Standort an der Königstraße lässt sich dem erheblich gewachsenen Raumbedarf selbst unter Einbeziehung der alten Feuerwache nebenan nicht annähernd Rechnung tragen. © Wolfgang Händel


Dagegen sprachen sich die Vertreter von CSU und Freien Wähler aus. Die Christsozialen wollten eine alternative Erweiterung am alten Schulstandort nochmals geprüft wissen. Dass dies wenig Sinn macht, rechnete der Leiter der städtischen Gebäudewirtschaft, Aynsley Röder vor.

Schon dem ursprünglichen Raumbedarf von 6000 Quadratmetern könne man durch einen Ausbau am Altstandort nur annähernd Rechnung tragen. Nachdem sich der Bedarf durch neue Aspekte wie die Rückkehr zum G 9 auf 13.000 Quadratmeter erhöht habe, scheide der Ausbau am alten Standort als Alternative aus.

Laut Baureferentin Christine Lippert würde die erneute Prüfung eines Ausbaus ein weiteres Jahr Verzögerung bedeuten. In der Ausschusssitzung hatte Schulleiter Carsten Böckl jedoch eindringlich für eine zügige Umsetzung der Erweiterungspläne plädiert. Die Unsicherheit über die Schulentwicklung habe bereits zu einem deutlichen Rückgang der Schulanmeldungen geführt.

Als "absolut richtige Entscheidung" verteidigte SPD-Fraktionschef Sepp Körbl den Neubau. Und für die Grünen merkte Kamran Salimi an, dass man sich von der anfänglichen Skepsis gegenüber einem Neubau am Landschaftsschutzgebiet umstimmen ließ. Der Architekturwettbewerb habe gezeigt, dass Naturschutz und Schulbau doch vereinbar seien. Zwei von drei geschützten Bäumen auf dem Bauareal sollen erhalten werden, darunter die mächtige Eiche im Zentrum.

Fragen wirft allerdings noch die Verkehrsführung auf. Erschlossen wird der viergeschossige, mit Klinker verkleidete Stahlbetonbau über die Mühlstraße. Über den Vorplatz der Freiwilligen Feuerwehr an der Rückseite des Sozialrathauses geht es unter dem Neubau hindurch weiter zum Anschluss an die Henri-Dunant-Straße. Geklärt werden muss nun, wie die jederzeit ungehinderte Ausfahrt der Feuerwehr gewährleistet werden kann.

Volker Dittmar

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