Kleeblatt-Profis servieren im Samocca

9.3.2020, 13:37 Uhr

© Hans-Joachim Winckler

Mergim Mavraj ist zum erstem Mal im Samocca-Café der Lebenshilfe, doch es dauert nur wenigen Sekunden, da bewegen sich der derzeit verletzte Abwehrspieler der Spielvereinigung und sein Partner Merlin Mücke wie ein seit langen eingespieltes Team durch den Wintergarten des Cafés in der Neuen Mitte. Da vestehen sich zwei auf Anhieb und haben bei der Arbeit viel Spaß miteinander. Der 20-jährige Mücke arbeitet seit über vier Jahren hier und weiß, worauf es im Service ankommt - und gibt sein Wissen wie ein Trainer an Mavraj weiter.

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"Prominenz bedient" heißt die Aktion, die aus Anlaß des fünfjährigen Bestehens des inklusiven Cafés für einen großen Bahnhof sorgt: Neben Mavraj schnürten sich Maximlian Sauer und Trainer Stefan Leitl die Schürzen um. Auch Volker Heißmann und Oberbürgermeister Thomas Jung als Vorsitzender der Lebenshilfe waren mit von der Partie.

Seit seiner Eröffnung vor fünf Jahren hat sich das Café zu einer festen Größe in der Neuen Mitte entwickelt. Beliebt bei den Gästen und - vor allem bei den Menschen mit Behinderung, die hier eine ebenso anspruchsvolle wie abwechslungsreiche Arbeit gefunden haben. Das Interesse an einer Beschäftigung sei weiterhin groß, sagte Rolf Binder, Geschäftsführer der Dambacher Werktätten. Aktuell zählt die Lebenshilfe im Samocca 18 Beschäftigte. Seit  Mai letzten Jahres gibt es zusätzlich einen Stand auf dem Fürther Wochenmarkt, mit dem die eher ruhige Zeit in den Sommermonaten sehr gut ausgeglichen werden können.

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Regelmäßig finden im Samocca Veranstaltungen und Ausstellungen statt, viele Stammtische treffen sich hier. Die positiven Rückmeldungen seitens der Gäste bestärken die Lebenshilfe in ihrem Ansatz, Menschen mit Handicap Arbeitsplätze mitten in der Gesllschaft zu schaffen.

Merlin Mücke ist dafür ein gutes Beispiel. "Mir macht die Arbeit sehr viel Spaß", sagt er ohne zu Zögern, und eilt mit Tablett unterm Arm und Mergim Mavraj im Schlepptau zu den nächsten Gästen...

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