Montag, 21.10.2019

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Klimastreiks aller Generationen in Fürth und Stein

Demonstranten unterstützen am Freitag die weltweiten Protestaktionen - 19.09.2019 16:00 Uhr

Wie hier im Mai in Fürth machen sich junge Menschen auch am Freitag wieder stark für einen radikalen Wandel in der Klimapolitik. An dem bevorstehenden globalen Klimastreik sollen sich diesmal explizit alle Generationen beteiligen. © Tim Händel


Die Klimakrise zu bewältigen sei "eine Aufgabe für die gesamte Menschheit", mahnen hiesige Akteure. Moritz Tauer, Sprecher von FFF Fürth, erklärt: "Wir sind die erste Generation, die die Folgen der Klimakrise zu spüren bekommt, und die letzte, die noch handeln kann. Wenn wir jetzt nicht aktiv werden, sind die Schäden, die wir unserem Planten zufügen, nicht mehr umkehrbar."

Die örtliche FFF-Gruppierung veranstaltet ihre Protestaktion gemeinsam mit "Families for Future". Deren Sprecherin Katrin Valentin mahnt: "Es bleiben nur noch wenige Jahre, in denen eine Abmilderung der Klimakatastrophe erfolgen kann, und hierzu brauchen wir die mutige und tatkräftige Unterstützung von allen gesellschaftlichen Akteuren." Der Protestzug formiert sich um 16 Uhr am Dreiherrenbrunnen und bewegt sich von dort zum Grünen Markt.

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Klimastreik während der Arbeit: So denken Arbeitnehmer

Für Freitag, den 20. September, ruft "Fridays For Future" zum globalen Klimastreik auf. Auch Arbeitnehmer sind dazu aufgerufen, für mehr Klimaschutz auf die Straße zu gehen. Streiken während der Arbeitszeit? Was Bürger davon halten und ob der Arbeitgeber das erlaubt, haben wir in unserer Umfrage in der Nürnberger Innenstadt gefragt.


Bereits um 12 Uhr nimmt Fürths evangelischer Dekan Jörg Sichelstiel den Streik zum Anlass für eine Andacht in der Kirche St. Michael. Der Mensch lebe auf Kosten künftiger Generationen, argumentiert er. Und: Die Bewahrung der Schöpfung sei ein ureigenes kirchliches Thema.

Das Welthaus in der Gustavstraße kündigt an, dass es vor der "Klima-Andacht" in St. Michael um 12 Uhr schließt und von 13 bis kurz vor 16 Uhr wieder öffnet. Dann beteiligen sich Weltladen und Farcap an der Fürther Klima-Demo und lassen die Arbeit zugunsten von "Fridays for Future" für den Rest des Tages ruhen.

Wenn Firmen zur Teilnahme am Streik ermuntern, können Beschäftigte ihren Arbeitsplatz unbesorgt verlassen. Ansonsten riskieren sie Abmahnungen oder Kündigungen. So ruft die Gewerkschaft ver.di explizit zur Streikbeteiligung außerhalb der Arbeitszeit auf.

Erstmals geht am Freitag ab 15 Uhr auf dem Platz vor dem Einkaufszentrum Forum Stein eine Aktion für den Klimaschutz über die Bühne. Zu den Initiatoren zählen neben FFF und "Parents for Future Stein" auch das Väter-Netzwerk, die Naturfreunde, die ÖDP und die Grünen.

 

An diesen Orten sind derzeit Klimastreiks für den Freitag geplant: 

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Anlass für den globalen Streik ist der UN-Klimagipfel ab 21. September in New York. Nach FFF-Angaben sind Demos in über 150 Ländern geplant, vielerorts in Deutschland sind Aktionen angemeldet. Die Nürnberger Demo beginnt schon um 12.05 Uhr. Schüler, die daran teilnehmen, riskieren mehr denn je Maßnahmen wie Nachsitzen, Verweise und Bußgelder. Kultusminister Michael Piazolo hat den Druck auf Schulschwänzer erhöht und Schulleiter aufgefordert, angemessen zu reagieren.

Der Streik ist Auftakt einer weltweiten Woche im Zeichen des Klimaschutzes. Auch den Fürther Schulen wurden Vorschläge gemacht, wie sie sich mit "Mikro-Aktionen" wie dem Zeigen von Sachfilmen zum Thema oder dem Abhalten einer Schweigeminute für die Erde mit geringem organisatorischen Aufwand einbringen können.

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