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Klinikum Fürth bietet innovative Herz-OP an

Minimalinvasiver Eingriff kann undichte Herzklappen mit Chip verschließen - 04.07.2016 21:00 Uhr

Durch einen minimalinvasiven Eingriff können zukünftig im Fürther Klinikum undichte Mitralklappen im linken Herzen repariert werden. Das Bild zeigt eine Herzoperation im Nürnberger Klinikum. © Foto: Uwe Niklas


Bis zu einer Million Menschen in Deutschland leiden laut Klinikum unter einer Mitralklappen-Insuffizienz. Das heißt: Die Herzklappe zwischen linkem Vorhof und linker Herzkammer schließt nicht mehr richtig, Blut kann in die Lunge fließen. Die Betroffenen haben mit Luftnot, Leistungsschwäche oder geschwollenen Beinen zu kämpfen, auch Herzrhythmusstörungen können die Folge sein.

Seit kurzem ermöglicht das Klinikum einen minimalinvasiven Eingriff, um die undichte Stelle zu verschließen. Dabei wird ein etwa zwei Zentimeter großer Clip aus Edelstahl über die Leistenvene mit einem Katheter zum Herzen vorgeschoben und platziert. „Das Verfahren ist erst vor wenigen Jahren entwickelt worden und ist vor allem für ältere Patienten und Patienten mit Begleiterkrankungen geeignet“, erklärt Privatdozent Dr. med. Harald Rittger, Chefarzt der Klinik für Herz- und Lungenerkrankungen.

Das minimalinvasive Vorgehen sei schonender als eine Operation am offenen Herzen, die bei jüngeren Patienten mit Mitralklappen-Insuffizienz das Mittel der Wahl ist. Auch wenn durch die Implantation die Herzschwäche oft nicht vollständig aufgehoben werden könne, sei es dennoch möglich, „die Symptome deutlich zu lindern und somit die Lebensqualität der Patienten zu steigern“.

fn

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