Klinikum: Seelsorge in tiefer Not

2.1.2016, 21:00 Uhr
Die Palliativstation des Fürther Klinikums erhält kirchliche Unterstützung.

Die Palliativstation des Fürther Klinikums erhält kirchliche Unterstützung. © Hans-Joachim Winckler

Seine Aufgabe ist es, Menschen, die lebensbedrohlich erkrankt sind, und ihre Angehörigen zu begleiten. Ziel der Palliativtherapie ist nicht die Heilung, sondern die Verbesserung der Lebensqualität. Horst Lenski versteht sich als Begleiter in einer schweren Krisensituation und führt Gespräche oder bietet Rituale an.

Sogenanntes „Spiritual Care“ ist integraler Bestandteil einer Palliativstation. „Es ist ein deutliches Zeichen für dieses Selbstverständnis, dass das Klinikum die Finanzierung der Stelle zu 50 Prozent übernimmt“, betont Dekan Jörg Sichelstiel.

Menschen stärken

Die gemeinsame Finanzierung durch Klinikum und Kirche mache in der Klinikseelsorge noch deutlicher als sonst, dass Seelsorge beinhaltet, den Menschen in seiner ihm eigenen Lebenseinstellung zu sehen und zu stärken, ob diese nun christlich geprägt ist oder nicht.

Mit dem Evangelium Menschen zu begegnen, heißt laut Sichelstiel nicht, sie vom Evangelium überzeugen zu wollen, sondern die ihnen zugänglichen lebensfördernden, Kraft und Hoffnung spendenden Quellen mit ihnen zu suchen und zu fördern. Dazu gehört auch die Fähigkeit, über den eigenen Glauben Auskunft geben zu können. An der Seite von Horst Lenski steht das ganze ökumenische Krankenhausseelsorgeteam mit Karin Wildt, Peter Zawisla, Antonie Viehoff und Richard Selzer.

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