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Montag, 13.07.2020

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Komfortabler Pegnitztalradweg: Breiter und mit automatischem Licht

Bewegungssensoren sorgen auf dem jetzt deutlich geräumigeren Teilstück in Fürth für Helligkeit - 06.06.2020 21:00 Uhr

Vier Meter breit und abends gut ausgeleuchtet: Zwischen Karl- und Röllingersteg lässt es sich nun wunderbar radeln. © Foto: Wolfgang Händel


Radeln hebt die Laune, findet Oberbürgermeister Thomas Jung, der sich bekanntermaßen häufig auf zwei Rädern bewegt. Und wer einer besonderen Portion Aufmunterung bedarf, dem empfiehlt er eine spätabendliche Fahrt auf dem erweiterten Teilstück des Pegnitztalradwegs.

 

27 LED-Leuchten strahlen

 

Denn: "Wenn sich die Straßenbeleuchtung nur für einen persönlich anschaltet, dann ist das schon ein erhebendes Gefühl." Tatsächlich sind die 27 neuen LED-Beleuchtungsmasten mit insektenfreundlichen Bewegungssensoren ausgestattet. Und wer dann alleine in Dämmerung oder Dunkelheit fährt oder geht, dem wird quasi persönlich der Weg gewiesen.

Rund 950 000 Euro hat die Stadt für Belag, Verbreiterung und Leuchten ausgegeben. Geld, das sie laut Jung gerne schon viel früher investiert hätte. Vier Jahre Vorlaufzeit, um einen Radweg von zweieinhalb auf vier Meter verbreitern zu können, "sind für Deutschland kein Ruhmesblatt". Hier müsse der Gesetzgeber dringend die Genehmigungs- und Planungsverfahren beschleunigen, fordert der OB. Fragen des Natur- und Landschaftsschutzes hatten das Projekt ein ums andere Mal ausgebremst. Und sie dürften wohl auch bei einer möglichen flussabwärtigen Weiterführung des Vier-Meter-Bandes eine Rolle spielen.

Natürlich dränge sich so ein Vorhaben auf, meint Jung. Allerdings müssten dann nicht nur "Grashalme geopfert" werden, sondern womöglich auch gestandene Bäume. Konkrete Planungen dazu gebe es jedoch derzeit nicht.

 

Brücke wird im Herbst eröffnet

 

Das aktuell größte Projekt in Sachen Fahrradinfrastruktur wird in der nächsten Woche dagegen einen weiteren großen Schritt vorankommen. Dann wird laut Baureferentin Christine Lippert die Brückenkonstruktion für die Verbindung zwischen Stadeln und Eigenem Heim über der Regnitz eingehoben. Die geplante Freigabe für den Fuß- und Radverkehr zwischen den beiden Stadtteilen ist im Herbst vorgesehen.

Auf dem gestern eröffneten Weg gegenüber dem Stadtpark sind an schönen Tagen übrigens bis zu 1500 Menschen unterwegs, 90 Prozent von ihnen mit dem Rad. Das hat die Stadt so gezählt. Wie viele davon Prag, Paris, Salzburg oder gar die Ostsee am Ende erreichten, ist statistisch allerdings leider noch nicht erfasst.

Armin Leberzammer

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