Montag, 06.04.2020

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Kurt Krömer: Bürgermeisterkandidat für Stein

Kurt Krömer © Krömer/SBG


Name:

Kurt Krömer


Alter:

55


Beruf:

Bürgermeister


Wohnort:

Stein


Partei:

Sonstige, Steiner Bürgergemeinschaft


Liste:

Sonstige, Steiner Bürgergemeinschaft


Amtsinhaber:

seit 1. Mai 2008


E-Mail:

kurt.kroemer@sbg-stein.de

Website

https://www.sbg-stein.de



Mit mir an der Spitze werden sich in den nächsten sechs Jahren diese drei Dinge als erstes ändern:

Der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen muss weiter bedarfsgerecht ausgebaut werden. Bereits in zukünftigen Neubaugebieten werden wir entsprechende Kindertagesstätten mit einplanen. Dies ist eine Grundvoraussetzung, damit junge Familien nach Stein kommen. Weiter muss neuer Wohnraum im geförderten sozialen Wohnungsbau entstehen. Hierfür wird die Stadt Stein dem städtischen Kommunalbetrieb Stein neue Grundstücke zur Verfügung stellen und neue Mietwohnungen mit sozialverträglichen Mieten, wie bereits in den letzten Jahren geschehen, errichten lassen. Mit dem ausbau des Kultur-quartier Stein an der Mühlstraße wird ein Zentrum für Literatur, Kunst und Kultur entstehen. Unsere Bücherei wird modern und zukunftsorientiert neu gebaut und neue Räume für Ausstellungen und Veranstaltungen nach den bisherigen Planungen geschaffen. Sportstätten in Stein sind dringend für unsere engagierten Sportvereine zu erweitern, wobei ich hier bereits mit den Vereinen im Dialog stehe.

Das größte Ärgernis in meiner Gemeinde/Stadt/in meinem Landkreis ist…

Das größte Ärgernis in Stein und für die Bürger von Stein ist für mich die Verkehrssituation. Zum einen betrifft es den zunehmenden LKW-Verkehr, mit täglich bis zu 2.000 Fahrzeugen, der auf der Bundesstraße durch Stein zum Nürnberger-Hafen und dem dortigen Güterverteilzentrum fährt und immer mehr wird, da die Stadt Nürnberg dieses Verteilzentrum weiter ausbaut. Nachdem wir 2015 mit einer Umgehungsstraßen-Lösung in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen wurden, sollte eigentlich jetzt schon geplant werden. Aber die verantwortlichen staatlichen Stellen planen nicht, da die sich die Stadt Nürnberg weiter gegen eine Umgehung von Stein ausspricht. Nun wollen wir mit einem „Intermodalen Verkehrsgutachten“ gemeinsam mit der Stadt Nürnberg und dem Landkreis Fürth Lösungsansätze suchen, um den Verkehr auf der B 14 durch Stein zu minimieren, und die Lösungsvorschläge dann auch von der Stadt Nürnberg akzeptiert werden. Für mich ist eine Umgehungsstraße von Stein die einzige Möglichkeit, den LKW-Verkehr aus Stein herauszubringen. Für den zunehmenden PKW-Verkehr bietet sich eine Verlängerung der U-Bahn von Röthenbach nach Stein an. Hier ist das Ärgernis, dass der Bundesgesetzgeber seine Förderkriterien ändern muss und dies noch nicht getan hat, damit wir mit dem U-Bahnprojekt auch entsprechende Fördermittel zum Bau und Betrieb erhalten. Dies muss aber schnellstmöglich geschehen. Ein weiteres Ärgernis ist die angespannte Wohnungssituation in Stein mit bezahlbaren Mietwohnungen. Wir haben in den letzten Jahren bereits mit unserem Kommunalbetrieb unseren Wohnungsbestand mit sozialverträglichen Mieten um über 15 % auf insgesamt 143 Wohnungen erhöht. Dies reicht aber nicht. So werden wir bei Neubaugebieten gemeinsam mit den Bauträgern geförderten Wohnungsbau errichten, damit wir auch Wohnungen mit sozialverträglichen Mieten in Stein haben werden.

Dafür würde ich auf der Straße demonstrieren:

Auf die Straße bin ich als Bürgermeister der Stadt Stein noch nicht gegangen. Vielmehr suche ich lieber das Gespräch, um die Interessen der Stadt zu vertreten und mit Argumenten zu untermauern. Ich denke, dass ich in den 12 Jahren als Bürgermeister der Stadt Stein viel bewegen und realisieren konnte. Es waren auch schwierige Entscheidungen dabei, bei denen Einzelinteressen mit den Gemeininteressen der Stadt und ihrer Bevölkerung abgewogen werden mussten. Aber gemeinsam mit dem Stadtrat der Stadt haben wir immer eine Lösung zum Wohle der Stadt und ihrer Bürger gefunden. Und dies erfolgte immer im Dialog mit den Betroffenen und mit den Behörden, aber nicht auf der Straße. Zum derzeitigen Zeitpunkt sehe ich keine Veranlassung, um auf die Straße zu gehen, um die Meinung der Stadt zu vertreten. Denn nur im Dialog und im gegenseitigen Respekt innerhalb der Bürgerschaft gelingt es immer wieder, positive Entscheidungen für ein lebenswertes Stein zu finden. Dies sehe ich auch als einen Wunsch unserer Bevölkerung, das mir in den Gesprächen wiedergegeben wird und ich dadurch in meiner Meinung bestärkt werde. Bevor ich auf die Straße gehe, suche ich lieber das Gespräch mit dem Einzelnen oder dem Ansprechpartner. Dies sehe ich als ein wichtiges Zeichen für unsere Stadt-Gesellschaft. Es muss uns gelingen nicht zu spalten sondern zu einen. Schließlich bin ich als Bürgermeister für alle Bürgerinnen und Bürger verantwortlich und dies gelingt mir nur, wenn man alle Interessen kennt, diese betrachtet, abwägt und dann gemeinsam mit dem Stadtrat zum Wohle der Stadt und der gesamten Bürgerschaft entscheidet. Bilder von demonstrierenden Menschen wie z.B. in Frankreich oder Spanien kann ich mir nicht vorstellen, denn diese Demonstrationen führen nur zu einer Spaltung der Gesellschaft, aber dies ist nicht in meinem Sinn als Bürgermeister der Stadt Stein.

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