Montag, 23.11.2020

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Lange Straße erstrahlt in neuem Glanz

Aufwendige Sanierung wurde abgeschlossen — Mehr Parkplätze, breitere Gehwege - 03.08.2010 10:30 Uhr

Noch hält sich der Autoverkehr auf der frisch sanierten Langen Straße in Grenzen. So können Hans Pösl, Gabriele Müller und Kai Zeisler (v. li.) mitten auf der Fahrbahn stehend ihr Gemeinschaftswerk begutachten.

02.08.2010 © Hans von Draminski


Mitte Oktober 2008 hatte man damit begonnen, das 650 Meter lange Teilstück zwischen der Jakobinenstraße und der Kurgartenstraße von Grund auf zu sanieren. Aufgrund der kalten Winterwitterung kam es bis zur Fertigstellung insgesamt zu sechs Monaten Bauunterbrechung.

Tiefbauamt und Stadtentwässerung arbeiteten in Sachen Lange Straße eng zusammen. Um für die Zukunft gerüstet zu sein, wurde für das Einzugsgebiet von Kurgartenstraße, Nürnberger Straße, Jakobinenstraße und Stadtpark in der Langen Straße noch vor den Straßenbauarbeiten ein sogenannter Stauraumkanal mit 1,40 Metern Durchmesser angelegt. „Der unterirdische Kanal hat ein Rückhaltevolumen von 900 Kubikmetern und wirkt mit dem Stadtpark-Rückhaltebecken zusammen, das wir momentan bauen“, erklärt Gabriele Müller, Leiterin des Stadtentwässerungsbetriebs. Kostenpunkt der im August abgeschlossenen Baumaßnahme: rund zwei Millionen Euro.

Im zweiten Bauabschnitt kam ein in offener Bauweise gefertigter Mischwasserkanal dazu, der Hausanschlussleitungen und „Sinkkastenleitungen“ sammelt und in regelmäßigen Abständen in den Stauraumkanal einleitet.

Tiefbauamtschef Hans Pösl setzte bei dem langwierigen Straßenbauprojekt auf die Einbindung der Anwohner und Anlieger: „Wir hatten einen wöchentlichen Fixtermin, an dem wir darüber informierten, wie es weiter- geht“, so Pösl.

Auch auf Fragen und Anregungen der Betroffenen wurde eingegangen. „Das kam dem Arbeitsklima sehr entgegen“, erzählt Bauleiter Kai Zeisler. Es habe kaum Beschwerden gegeben, obwohl vor allem das Parken zeitweise sehr schwierig war. Dafür gibt es nun 125 je 1,8 Meter breite Pkw-Stellplätze und zwei Meter breite Gehwege auf beiden Straßenseiten.

Im Zuge der Bauarbeiten stellte sich heraus, dass ein Teil des Bodens mit Schwermetallen unbekannter Herkunft kontaminiert war: „Wir mussten etwa 3000 Tonnen Erdreich entsorgen, das vor allem eine schwere Quecksilber-Belastung aufwies“, berichtet Pösl. Auch lockeres Erdreich stellte die Kanal- und Straßenbauer vor Probleme, weil die nötige Stabilität nur durch zusätzliche Betonarmierung zu erreichen war. Allein der Straßenbau kostete so 950000 Euro.

Hans von Draminski Fürther Nachrichten

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