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Mittwoch, 21.08.2019

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Langenzenn: Freier Wähler wechselt zur FDP

Markus Vogel ist überraschend aus seiner Partei ausgetreten - 05.07.2019 21:00 Uhr

Hat die Partei gewechselt: Markus Vogel (Mitte). © Brigitte Riemann


Paukenschlag in der Haushaltssitzung des Stadtrats: Der bisherige Fraktionssprecher der Freien Wähler, Markus Vogel, verlässt die Gruppierung und schließt sich der FDP an. Dies nährt sofort Spekulationen, dass er im März als Bürgermeisterkandidat der Freien Demokraten antreten könnte.

Denn Vogel wollte bereits bei den Freien Wählern Gegenkandidat des amtierenden Bürgermeisters Jürgen Habel (CSU) werden. In der Nominierungsversammlung der FW im Juni war der jüngere Vogel aber dem 58-jährigen Alfred Jäger unterlegen, dem Vorsitzenden der als Verein organisierten Freien Wähler in Langenzenn. Vogel fungierte neben seinem Mandat als Stadtrat auch als stellvertretender Vorsitzender der FW.

Die Niederlage scheint tiefe Spuren hinterlassen zu haben, denn Vogel dankte zwar in seiner kurzen Erklärung am Ende der Stadtratssitzung den Freien Wählern, die ihm ermöglicht hätten, "meinen politischen Weg bis hierhin zu gehen". Andererseits kritisierte er offen: "Leider hielt der demografische Wandel bei den Freien Wählern offenbar keinen Einzug, weshalb sich nun die Weichen neu stellen müssen."

Er wolle sein Kapitel mit den FW abschließen: "Dieses Büchlein ist nun vollendet. Es ist an der Zeit für mich, ein neues Kapitel zu beginnen, in dem sich der Weg offenbaren wird."

Vogel wird seinen Sitz in der Fraktion der FW aufgeben und aus dem Verein austreten; sein Stadtratsmandat gibt er allerdings nicht auf. "Die Freien Demokraten geben mir die Chance, einen Schritt zu gehen, der meinen politischen Werdegang verändern wird. Auch wenn es in den Augen mancher vielleicht als Parteiwechsel aus Karrieregründen gesehen wird, so ist meine Position ganz klar: Es kommt auf die Menschen an, die eine Partei ausmachen. Abschied, das ist die Tür zur Zukunft."

Das Bündnis ist Geschichte

Auch in der Gestaltung der Zukunft Langenzenns sei ein modernerer Ansatz vielleicht mehr als notwendig. Die FDP hatte bis vor etwa elf Jahren noch ein Bündnis mit den Freien Wählern geschmiedet, sich dann aber von ihnen getrennt.

Den Stadtrat verlassen wird nun auch Bernhard Heeren, der nach 23 Jahren mit seiner Frau von Langenzenn nach Fürth ziehen wird. Die Kinder seien erwachsen, das Haus zu groß geworden. Als Kinder- und Jugendarzt wird Heeren aber die nächsten Jahre weiter vor Ort sein. Er bat die Stadträte eindringlich, den menschengemachten Klimawandel bei künftigen Entscheidungen "allzeit ernsthaft zu berücksichtigen, besonders im Interesse unserer Kinder und Jugendlichen". 

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