Samstag, 18.01.2020

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Langenzenn will Mittelzentrum werden

Eine Änderung des Regionalplans sorgt jedoch für Probleme - 08.12.2019 21:00 Uhr

Die Stadt Langenzenn möchte gerne als Mittelzentrum ausgewiesen werden. © Anne Kleinmann


Der Planungsverband Region Nürnberg möchte das Kapitel Zentrale Orte und Siedlungsschwerpunkte ändern. Langenzenn kann sich dazu äußern und bringt Kritikpunkte vor.

In einem Schreiben an die Oberste Landesplanungsbehörde in München beklagt das Langenzenner Rathaus, dass zwar am System der zentralen Orte festgehalten wird, die übergeordneten Behörden sich aber nicht mit den unterschiedlichen Stufen auseinandergesetzt und die Einstufung nicht mit der Realität verglichen hätten. Zudem orientiere man sich strikt an den Gemeindegrenzen.

Ein Mittelzentrum bezeichnet in der Wirtschaftsgeographie einen zentralen Ort der mittleren Stufe nach dem System der zentralen Orte, das der Geograph Walter Christaller entwickelt hat. Die Bedeutung bestimmt sich weniger nach seiner Größe als nach seiner Infrastruktur im Vergleich zur näheren Umgebung. Sie wird in die dreistufige Skala Oberzentrum, Mittelzentrum, Unterzentrum oder Grundzentrum eingeordnet.

Bisher wird die Zennstadt als Grundzentrum mit Kleinzentren gleichgesetzt. Die Stadt übernehme aber mittelzentrale Funktionen, was Ausstattung und Leistungsfähigkeit angeht. "Der Sprung zum Mittelzentrum wird durch die Änderung schwer", kritisierte Stadtbaurat Anton Meier in der Stadtratssitzung und empfahl, sich dagegen zu wehren.

Die Räte beschlossen einstimmig, die übergeordneten Behörden sollten einen detaillierten Kriterienkatalog erstellen, damit Städte und Gemeinden aus nachvollziehbaren Gründen eingeordnet werden können.

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