CSU-Vorschlag

Late Night Shopping: Darf Fürth bald bis 22 Uhr einkaufen?

5.8.2021, 20:00 Uhr
Shoppen bis spät in den Abend hinein? Die CSU und die Stadt wollen das möglich machen, um Händlern und Wirten zusätzliche Einnahmen zu bescheren.

Shoppen bis spät in den Abend hinein? Die CSU und die Stadt wollen das möglich machen, um Händlern und Wirten zusätzliche Einnahmen zu bescheren. © Foto: Hans-Joachim Winckler

Damit möglichst viele Menschen zum abendlichen Einkaufen ins Zentrum strömen, soll der ÖPNV an diesen Samstagen im Stadtgebiet kostenlos sein. "Zudem wird die Stadt aufgefordert, die Samstage so zu legen, dass weitere publikumswirksame Veranstaltungen in der Innenstadt die Attraktivität erhöhen", heißt es in einer Mitteilung der CSU. Im Auge haben die Stadträte Max Ammon und Michael Au das Wochenende nach der Eröffnung des neuen Einkaufszentrums "Flair"; es wird bekanntlich am Freitag, 17. September, seine Türen aufsperren.

Horst Müller, als Referent zuständig für den Bereich Wirtschaft und damit für die Innenstadt, bricht angesichts dieses Vorschlags nicht gerade in Begeisterungsstürme aus. Denn: Die Idee sei nicht neu – "das haben weder die CSU noch wir erfunden", sagt er auf Nachfrage der FN. Grundsätzlich sei man diesbezüglich bei der Stadt jedoch aufgeschlossen und würde das Einkaufen bis 22 Uhr gerne ermöglichen.

Allerdings erlaubt das Gesetz nur eine Late-Night-Shoppping-Ausgabe pro Jahr. Die Auflagen sind Müller zufolge zwar nicht so streng wie für einen verkaufsoffenen Sonntag – vier pro Jahr sind möglich, aber es braucht einen übergeordneten Anlass –, doch die verlängerten Öffnungszeiten müssen an ein kulturelles Ereignis geknüpft sein.

Dieses, so Müller, müsse wohl gewählt sein. "Wir wollen alle die Innenstädte beleben, zu viele Menschen sollten allerdings auch nicht kommen", erklärt er. Ein passender Rahmen könnten etwa die "Fürther Glanzlichter" sein, die für den 13. November geplant sind.

Am Ende hänge aber ohnehin alles von der Genehmigung der Regierung von Mittelfranken ab.