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Ludwigbrücke: Stadt Fürth ärgert sich über Verzögerung

„Wir können die Arbeiter nicht zur Baustelle tragen“ - Hirschenstraße wird weiter saniert - 09.03.2019 11:30 Uhr

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Von der mit neuen Zebrastreifen ausgestatteten Kreuzung Mathilden-/Hirschenstraße geht der Blick Richtung Kohlenmarkt in den künftigen Bauabschnitt. © Foto: Hans-Joachim Winckler


Eigentlich hätten die Arbeiten in der Hirschenstraße schon Anfang vergangener Woche starten sollen, doch die gut ausgelasteten Baufirmen können der Stadt den Terminplan diktieren. Die Kommune muss froh sein, wenn sie überhaupt Unternehmen zu annehmbaren Konditionen findet. Erst im zweiten Anlauf klappte das bei der Hirschenstraße.

Nachdem 2017 der Kanal im Bereich der Theresienstraße erneuert worden war, konnte die Generalsanierung des Straßenzugs im vergangenen Frühjahr beginnen. Breitere Gehsteige, neue Radwege und frisches Grün: Das Projekt räumt kräftig auf mit einem Schandfleck im Straßengewirr der westlichen Innenstadt.

Nächste Woche soll nun in zwei Schritten der letzte noch nicht überholte Abschnitt zwischen Mathilden- und Rosenstraße in Angriff genommen werden. Bis 8. April sind die Arbeiten im Kreuzungsbereich Mathildenstraße geplant. Daran schließt sich bis 30. Mai der Ausbau im Bereich Rosenstraße an. Der Verkehr wird erneut umdirigiert. Parallel dazu soll die Bushaltestelle in der Maxstraße barrierefrei aufgemöbelt werden. Da beide Baustellen von derselben Firma betreut werden, mit der die Stadt bislang gute Erfahrungen gemacht hat, rechnet Tiefbauamtschef Hans Pösl mit keiner Verzögerung.

Anders liegen die Dinge beim Umbau der Kreuzung zur Busbeschleunigung an der Ludwigbrücke. Die bereits für November geplante Fertigstellung hat sich immer weiter verzögert. Mehrfach forderte die Stadt die Baufirma auf, ihre unterbrochenen Arbeiten wieder aufzunehmen. Ohne Erfolg. "Wir können die Arbeiter nicht zur Baustelle tragen", sagt Pösl.

Anders als private Bauherrn kann die Stadt säumige Firmen nicht mit Vertragsstrafen unter Druck setzen, hat Oberbürgermeister Thomas Jung in der vergangenen Bauausschuss-Sitzung die Problematik erläutert. Denn der Kommune selbst entstehe ja kein Schaden, sondern den Bürgern, die das Geld für die Baumaßnahmen aufbringen. Frühestens ab 18. März können die Abschlussarbeiten an der Ludwigbrücke anlaufen, hat die Firma die Stadt wissen lassen.

Fängt die Bahn diesmal an?

Bereits nächste Woche soll hingegen der Bau zweier Fußgängerüberwege mit Mittelinseln über die verkehrsreiche und breite Hans-Vogel-Straße im Bereich der Supermärkte in Angriff genommen werden.

Und schließlich hat auch die Bahn angekündigt, Mitte März mit den Arbeiten für den Rammschutz der Stahlsäulen in der Unterführung Schwabacher Straße in Form eines Betonsockels zu beginnen. Der ist Voraussetzung dafür, dass die Betonbarrieren als provisorischer Schutz entfernt werden können, mit denen die Fahrbahnen seit Jahren eingeengt sind. Ob die Bahn ihr Versprechen diesmal hält? Beschwören will es der Tiefbauamtschef lieber nicht. 

Volker Dittmar

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