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Lukrativer Ausmalboom: Rekordjahr für Faber-Castell

Ein historisches Hoch mit 631 Millionen Euro Umsatz - 28.08.2016 05:58 Uhr

Buntstifte in allen Farben werden in der Steiner Produktion gefertigt. Trotz hoher Automation ist hier noch Handarbeit gefragt. © Foto: Michael Matejka


Wie Vorstandssprecherin Mary Gräfin von Faber-Castell berichtet, konnte die Gruppe in einzelnen Bereichen zweistellig zulegen. Anton-Wolfgang Graf von Faber-Castell, der am 21. Januar 2016 verstorben ist, hinterließ demnach ein gesundes, dezentral aufgestelltes Unternehmen, das nicht nur in allen Vertriebsregionen gleichermaßen gut wirtschaftet, sondern auch in beiden Geschäftsbereichen: im Segment der Markenprodukte zum Schreiben, Zeichnen und Gestalten als auch bei der Dekorativen Kosmetik.

Insbesondere der Bereich mit Schul-, Kreativ- und Luxusprodukten entwickelt sich den Angaben zufolge weltweit erfreulich. So zeuge der Ausmal-Boom, den Malbücher für Erwachsene zur Stressbewältigung ausgelöst haben, vom Mehrwert analoger Zeichenwerkzeuge gegenüber dem Bildschirm. "Dank dieser Entwicklung arbeitet unsere Fertigung seit Monaten auf Hochtouren, um die Nachfrage nach Bunt- und Künstlerstiften bedienen zu können", so Gräfin von Faber-Castell. Man habe frühzeitig in hochmoderne Maschinen investiert, so dass keine Produktionsengpässe entstünden.

Zweistelliges Umsatzplus

Buntstifte in allen Farben werden in der Steiner Produktion gefertigt. Trotz hoher Automation ist hier noch Handarbeit gefragt. © Foto: Michael Matejka


Charles Graf von Faber-Castell, Sohn von Anton-Wolfgang Graf von Faber-Castell, kann die positive Entwicklung auch für den von ihm geleiteten Premium-Bereich bestätigen: "Mit einem zweistelligen Wachstum in diesem Segment sind wir auf dem besten Weg, unsere Marktpräsenz weiter auszubauen." Der Geschäftsbereich Faber-Castell Cosmetics, der über zehn Prozent des Gesamtgeschäfts der Faber-Castell AG ausmacht, konnte in den vergangenen zwei Jahren erhebliche Fortschritte erzielen. Gegenüber dem Vorjahr wurde hier ein zweistelliges Umsatzplus erzielt und, wie es heißt, ein "erfreuliches Ergebnis".

Das aktuelle Geschäftsjahr 16/17 deutet ebenfalls auf einen positiven Verlauf hin. Im Bereich Schreiben und Zeichnen erwirtschaftete das Unternehmen bis dato – und damit noch vor Ende des Schulgeschäfts – ein deutliches Plus gegenüber dem Vorjahr. Auch für die Kosmetiksparte wird ein weiteres Wachstum erwartet.

Sowohl in die Produktion als auch in die Entwicklung soll in beiden Geschäftsfeldern weiter investiert werden. Produkt-Innovationen und -Einführungen sollen das Weihnachtsgeschäft unterstützen: Unter anderem will die Firma zum 1. September eine luxuriöse Künstlerbox namens "Karlbox" vorstellen, die Karl Lagerfeld persönlich für Faber-Castell entworfen hat. Die auf 2500 Stück limitierte Edition soll weltweit im selektiven Handel sowie in den eigenen Retail-Stores vertrieben werden.

2,3 Milliarden Blei- und Farbstifte pro Jahr

"Wir wollen wie auch in der Vergangenheit organisch und nachhaltig wachsen", betont Gräfin von Faber-Castell. Man halte dabei an der bisherigen Unternehmensausrichtung fest und orientiere sich weiter an den Markenkernwerten.

Faber-Castell ist eines der weltweit führenden Unternehmen für hochwertige Produkte zum Schreiben, Zeichnen und kreativen Gestalten. Mit über 2,3 Milliarden Blei- und Farbstiften pro Jahr ist das Unternehmen mit Hauptsitz in Stein nach eigenen Angaben der bedeutendste Hersteller von holzgefassten Stiften. Faber-Castell ist heute in über 120 Ländern vertreten und verfügt über eigene Produktionsstätten in neun Ländern sowie Vertriebsgesellschaften in 22 Ländern.

Das 1761 gegründete Industrieunternehmen Faber-Castell ist eines der ältesten der Welt und seit neun Generationen im Familienbesitz. Es beschäftigt circa 7500 Menschen. 

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