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Freitag, 03.07.2020

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Mehr Sicherheit für Wilhermsdorfer Fußgänger

Eine neue Querungshilfe soll das Kreuzen der Staatsstraße einfacher machen - 28.06.2020 12:00 Uhr

Auf der Staatsstraße durch Wilhermsdorf rollt viel Verkehr. Etwa zehn Meter vor der Einmündung Hubstraße (li.) soll eine Querungshilfe für Fußgänger entstehen. © Foto: Heinz Wraneschitz


Doch genau auf dieser Strecke sind aktuell an Werktagen 13 385 Autos sowie 507 Schwerlaster zwischen dem Ortsausgang und Langenzenn unterwegs. Das ergab die Zählung des Staatlichen Bauamts Nürnberg vom November 2019.

Im März 2018 war das Verkehrsaufkommen noch ein wenig geringer, weiß Bürgermeister Uwe Emmert. Damals hat die Marktgemeinde drei Tage lang selbst gezählt und kam auf durchschnittlich 13 277 Fahrzeuge, darunter 571 Lkw über sieben Meter Länge. Besonders schlimm trifft es an besagter Stelle Schulkinder oder ältere Menschen, die zum nahen Einkaufsmarkt oder zum Bahnhof möchten und dazu über die Straße müssen. Fast zehn Fahrzeuge in der Minute müssen sie durchlassen. Oder anders gerechnet: Alle sechs Sekunden kommt im Schnitt ein Auto oder ein Lkw angerauscht.

Forderung seit Jahren

 

Deshalb fordern Verwaltung und Gemeinderat seit Jahren, hier eine Querungshilfe zu installieren. Mit politischer Hilfe aus dem Landtag hat es nun offensichtlich geklappt. Das Staatliche Bauamt hat dem Ipsheimer Abgeordneten Hans Herold (CSU) mitgeteilt: "Zur Sicherheit der Mitbürgerinnen und Mitbürger wird es an der Einmündung/Ausfahrt Hubstraße auf die Nürnberger Straße bald eine Querungsmöglichkeit geben."

Auf FN-Nachfrage wird Amtschef Andreas Eisgruber konkreter: "Nach aktueller Planung ist eine Realisierung für 2021 vorgesehen." Doch einfach sei das Ganze nicht: Einerseits müsse der Verkehr über den nahen, beschrankten Bahnübergang beachtet werden. Und andererseits sei der Autoverkehr aus der Hubstraße, die mehrere Wohnsiedlungen erschließt, zu berücksichtigen.

Momentan wird überlegt, was besser ist: Eine "Vollsignalisierung" – also Ampeln überall – oder eine "Schleifenlösung", bei der nur der Verkehr auf der Staatsstraße gestoppt würde. "Die Details werden gerade festgelegt", so Eisgruber. Fest steht aber bereits, wo die "Querungshilfe" entsteht: etwa zehn Meter östlich der Einfahrt in die Hubstraße.

Heinz Wraneschitz

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