Mittwoch, 27.05.2020

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Minister verspricht WC für den Bahnhof

Visite unter Ausschluss der Vertreter des Fürther Rathauses lässt viele Fragen offen - 01.02.2012 13:00 Uhr

Dem S-Bahn-Bau ist der „Hausbahnsteig“ mit Toilette zum Opfer gefallen. Jetzt soll Ersatz geschaffen werden. Doch auch die behindertengerechten Zugänge der Bahnsteige lassen zu wünschen übrig. © Hans-Joachim Winckler


Zwar ist die Problematik seit der Schließung der Bahnhofstoilette im Zuge des S-Bahn-Baus 2009 Stadtgespräch, doch durchaus nicht das wichtigste Thema der leidvollen Beziehung zwischen Kommune und Verkehrsbetrieb. „Ich hätte auf Anhieb eine Reihe weiterer Missstände aufzeigen können“, meint OB Thomas Jung (SPD) auf Anfrage der FN.

Zwar ist sich Jung sicher, dass der Fürther Staatssekretär Christian Schmidt (CSU) und die CSU-Landtagsabgeordnete Petra Guttenberger als Besuchsteilnehmer die Interessen der Stadt nachdrücklich genug vertreten haben, doch fallen ihm im Hinblick auf den von Fürth abgelehnten S-Bahn-Schwenk durchs Knoblauchsland, den Verfall des ältesten Lokschuppen Deutschlands und die ungeliebte Farbe der neuen Lärmschutzwände brisante Themen ein, die er selbst gerne angesprochen hätte.

Erst an Weihnachten hatten der OB und der Bundestagsabgeordnete der Fürther Grünen, Uwe Kekeritz, an Ramsauer appelliert, die Sanierung des Hauptbahnhofs voranzutreiben. Die Antwort des Ministers war laut Jung ausweichend. Es sei zu erkennen gewesen, dass der Hauptbahnhof für Ramsauer keine Priorität habe. Das wiederum stehe im Widerspruch zu Aussagen des Bahnchefs Rüdiger Grube, den die Teilnahme am Fürther Metropol-Marathon mit Jung verbindet. Zum nächsten Lauf am 24. Juli soll laut Ramsauer nun wenigstens wieder eine Bahnhofstoilette zur Verfügung stehen – voraussichtlich in Form eines Sanitärcontainers.

Der städtische Verkehrsplaner Matthias Bohlinger hätte auch das leidige Thema der fehlenden ICE-Anbindung Fürths angesprochen, doch auch er war nicht zum Schaulaufen des Ministers eingeladen. Christian Schmidt schwärmte im Beisein Ramsauers von der „großen historischen Bedeutung“ des Fürther Bahnhofs. „Deshalb muss alles getan werden, um die Sanierung und damit Modernisierung des Bahnhofs möglich zu machen“, so Schmidt. Man setze sich „mit aller Kraft für eine zeitnahe Lösung ein“.

Volker Dittmar

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