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Montag, 10.08.2020

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Ministerium prüft die Bahn-Pläne

S-Bahn-Schwenk: Standpunkte werden noch einmal verglichen - 09.02.2010

Während im Fürther Bogen, wie hier an der Hardbrücke, bereits eifrig an der S-Bahn-Strecke gewerkelt wird, bleibt der weitere Verlauf Richtung Erlangen umstritten.

© Hans-Joachim Winckler


Man werde das Gutachten der Bahn AG und eine von der Stadt Fürth in Auftrag gegebene Expertise zum Trassenverlauf  «möglichst zeitnah miteinander vergleichen«, sicherte der zuständige Staatssekretär Andreas Scheuer bei einem Gespräch zu, das auf Initiative des Parlamentarischen Staatssekretärs Christian Schmidt (CSU) stattfand. Unter der Moderation von Scheuer trafen in Berlin Vertreter des Bundesverkehrsministeriums, des bayerischen Wirtschaftsministeriums, der Deutschen Bahn und der Stadt Fürth, unter ihnen Baureferent Joachim Krauße, aufeinander.

Dabei seien die von der Kommune geäußerten Bedenken gegen die so genannte «Verschwenktrasse« mit einem neuen Haltepunkt bei Steinach ebenso auf den Tisch gekommen wie die Argumente der Bahn für diese Variante. Wie berichtet, pocht das Unternehmen auf Erkenntnisse von Gutachtern, die einer Strecke durchs Knoblauchsland Richtung Erlangen ein günstigeres Verhältnis von Kosten und Nutzen attestieren.

Die Stadt Fürth zieht dies vehement in Zweifel und beharrt auf einer Strecke, die parallel zu den bereits bestehenden Gleisen entsteht und die es möglich macht, den Bahnhof Vach zu erhalten. Zudem vermeide dieser Verlauf, dass wertvolle Natur zerstört und Ackerflächen zerschnitten werden.

Das Bundesverkehrsministerium werde sich in einem weiteren Treffen mit den Beteiligten «um ein tragendes und akzeptiertes Gesamtkonzept bemühen«, so Staatssekretär Scheuer. Wichtig sei es, im Einvernehmen eine gute Lösung für die Region zu finden, so der Tenor der Runde. Dabei müssten die Anliegen der Bevölkerung, und die der Bahn «eng beieinander sein«.

Wolfgang Händel

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