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Mit frischer Kraft fürs Fürther Frauenhaus

Neuer Vorstand packt Herausforderungen an — Gebäude wird derzeit renoviert - 02.06.2015 16:00 Uhr

Der neue Vorstand des Fürther Frauenhauses mit der Sozialreferentin (von links): Birgit Schönknecht, Pia Haßmann, Eva Göttlein, Susanne Colonna, Sabine Person, Elisabeth Reichert und Tanja Thaler.

© Foto: privat


Bereits seit 13 Jahren gibt es die Einrichtung. Sie ist eine Anlaufstelle für Frauen und ihre Kinder, die aus einer akuten Gewaltsituation fliehen müssen. Bis zu sechs Frauen finden momentan hier Platz. Die Aufgaben der überwiegend ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen reichen von Beratungsgesprächen über die Unterstützung bei der Wohnungssuche und bei Amtsgängen bis hin zur Kinderbetreuung, Abklärung der finanziellen und beruflichen Situation und Vermittlung von Anwältinnen.

Bei der jüngsten Jahreshauptversammlung wurde Eva Göttlein zur ersten Vorsitzenden gewählt. Sie löste die langjährige Vorstandsvorsitzende Silke Rick ab. Unterstützt wird Göttlein von der zweiten Vorsitzenden Birgit Schönknecht, der Kassiererin Sabine Person, der Schriftführerin Tanja Thaler und den beiden Beisitzerinnen Susanne Colonna und Pia Haßmann. Alle Frauen engagieren sich seit Jahren ehrenamtlich in der Einrichtung.

Den neuen Vorstand erwarten viele neue Aufgaben. Dazu zählt, wie berichtet, die laufende Sanierung und Renovierung des reichlich abgenutzten Innenbereichs des Gebäudes. Vier Zimmer sind bereits fertiggestellt. Die Bäder, der Gemeinschaftsbereich sowie ein Zimmer müssen aber noch modernisiert werden.

„Eine weitere Neuerung, die ab August in Kraft tritt, ist der sogenannte proaktive Ansatz“, berichtet die städtische Sozialreferentin Elisabeth Reichert. Ziel des neuen Konzeptes, bei dem die Frauenhäuser Nürnberg, Erlangen und Fürth zusammenarbeiten, ist es, Frauen in Not, die sich bei der Polizei melden, innerhalb von drei Tagen ein Beratungsgespräch mit den Sozialpädagoginnen der Einrichtungen zu ermöglichen.

Reichert begrüßt den neuen Ansatz. „Denn meistens suchen Frauen mit Kindern unsere Hilfe. Mit dem neuen Konzept sollen sie möglichst schnell aus der Gewaltsituation begleitet werden.“ Bis 2016 läuft die Testphase. Anschließend soll geprüft werden, wie gut der „proaktive Ansatz“ angenommen wurde.

Wie viele andere soziale Einrichtungen ist das Frauenhaus Fürth auf finanzielle Unterstützung oder ehrenamtliche Mitarbeit angewiesen. Auch die laufende Sanierung wäre ohne Spenden nicht möglich.

Spendenkonto: Sparkasse Fürth, IBAN: DE29 7625 0000 0000 0190 18, BIC: BYLADEM1SFU

fn

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