Hilfe fürs Ahrtal aus der Region

Nach Flutkatastrophe: Fürther Frankenkonvoi unterstützt Helfer in Rheinland-Pfalz

20.7.2021, 15:12 Uhr
Nach der Überschwemmungskatastrophe schauen die Menschen im Ahrtal nun, was noch zu retten ist an Besitz. Zahlreiche Menschen helfen, dass die Straßen wieder befahrbar und Häuser wieder bewohnbar werden.

Nach der Überschwemmungskatastrophe schauen die Menschen im Ahrtal nun, was noch zu retten ist an Besitz. Zahlreiche Menschen helfen, dass die Straßen wieder befahrbar und Häuser wieder bewohnbar werden. © Boris Roessler, dpa

Tom Geisbüsch aus Fürth hilft den Betroffenen im Ahrtal vor Ort. Er selbst ist dort aufgewachsen.

Tom Geisbüsch aus Fürth hilft den Betroffenen im Ahrtal vor Ort. Er selbst ist dort aufgewachsen.

Am Mittwochabend fährt er erneut ins Ahrtal - mit gezielten Sachspenden, die er noch benötigt."Wir zeigen keine Dramen. Wir helfen Menschen in Not." Das ist eine der Lehren, die Tom Geisbüsch aus seiner jahrelangen ehrenamtlichen Tätigkeit in der Flüchtlingshilfe gezogen hat.

Nun ist die Not direkt in sein Leben gerückt. Verwandte und Bekannte leben im Ahrtal, er ist dort aufgewachsen. "Meine Familie und Freunde haben überlebt. Das ist ein großes Glück", sagt der 59-Jährige. Doch es gibt zahlreiche Dramen, von denen er nicht erzählen möchte. Und die Not der Menschen, die zum Teil Angehörige und ihre Häuser verloren haben, ist riesig.

Zunächst war überhaupt nicht klar, wie sie in dem vom Wasser hinterlassenen Chaos überhaupt weiter leben sollen. Dann kamen die ersten Helfer, unterstützten die Leute vor Ort unkompliziert und bis zur Erschöpfung. Dann kamen Feuerwehren, THW und die Bundeswehr. Mittlerweile "befinden wir uns fast in Phase Drei der Hilfe", schreibt Geisbüsch auf der Facebookseite seines Vereins Frankenkonvoi.

Die Not der Menschen im Ahrtal besteht im Moment darin, ihre Häuser von Schlamm und Müll zu befreien. Ihre Häuser, so denn sie noch stehen, wieder trocken zu bekommen - vielleicht irgendwann wieder dort leben zu können, wo die Ahr innerhalb weniger Stunden alles an Besitz mitgerissen hat.

"Feuerwehr, THW, Bundeswehr, Betroffene und freiwillige Helfer arbeiten unermüdlich an der Wiederherstellung der Infrastruktur, an Reinigung und Schuttbeseitigung. Niemand dort braucht mehr Kleidung, es ist längst genug vor Ort", ist sein eindringlicher Appell an alle, die mit Sachspenden helfen möchten.

Deswegen sucht Geisbüsch folgende Dinge, die am Mittwoch, den 21. Juli von 17 bis 20 Uhr in der Sternapotheke (Mathildenstraße 28) in Fürth abgegeben werden können:

- Stromaggregate
- Benzinkanister
- Hochdruckreiniger
- Wasserdichte Kabeltrommeln und Verlägerungskabel (versch. Längen)
- Robuster Pavillion
- Baustrahler
- Taschenlampen (mit Batterien)
- neue Frischwasserkanister (am besten mit Ablaufhahn)
- Maurerwannen aus Kunststoff
- Schaufeln/Schüppen
- Straßenbesen
- Reinigungsgeräte wie Schrubber, Eimer, Putzmittel
- Einmalhandschuhe
- Robuste Arbeitshandschuhe (diverse Größen)

Auch über Geldspenden freut sich Geisbüsch. "Geld ist das höchste Gut." Damit wird der Fotograf Sachen kaufen, die dringend benötigt werden. Bitte bei der Überweisung bitte auch die Adresse angeben. Ab 300 Euro stellt der Verein eine Spendenquittung aus:

Frankenkonvoi e.V. Sparkasse Fürth
IBAN: DE 36 7625 0000 0040 8462 89
BIC: BYLADEM1SFU

Geldspenden sind auch über PayPal möglich: paypal.me/frankenkonvoi

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