Neue Förderstätte für die Fürther Lebenshilfe

16.5.2021, 18:00 Uhr
In direkter Nachbarschaft der Dambacher Werkstätten (im Bild) liegt die neue Tageseinrichtung der Lebenshilfe.

In direkter Nachbarschaft der Dambacher Werkstätten (im Bild) liegt die neue Tageseinrichtung der Lebenshilfe. © Foto: Hans-Joachim Winckler

1,36 Millionen Euro hat das Projekt gekostet, 670 000 Euro konnten durch Zuschüsse bezahlt werden. Dennoch sei es eine Herausforderung gewesen, meint Lebenshilfe-Geschäftsführer Rolf Bidner.

Die Tageseinrichtung liegt in direkter Nachbarschaft zur Zweigstelle Hardhöhe der Dambacher Werkstätten. Auf 280 Quadratmeter Fläche verteilen sich große Gruppenräume und ein Therapiezimmer, versehen mit behindertengerechter Einrichtung. Sie soll dabei helfen, dem besonderen Förderbedarf der beeinträchtigten Menschen gerecht zu werden. Am Gebäude entlang erstreckt sich eine großzügig gestaltete Gartenfläche. Die Einrichtung sei ideal für Menschen im Rollstuhl, sie biete auch die Möglichkeit, sich Ruheräume zu suchen, betont Hannelore Schreiber, die stellvertretende Vorsitzende der Lebenshilfe, beim Vor-Ort-Termin.

Hochbeete und Wachstücher

Die Gruppe, die aus zehn Erwachsenen besteht, wird unter der Anleitung von drei Heilerziehungspflegern zum Thema "Bienen und Garten" arbeiten: Sie stellen Gartendekoration, Samenbomben, Teile von Hochbeeten und Bienenwachstücher her.

Dabei sei es besonders wichtig, die Arbeitsschritte kleinteilig ausfallen zu lassen. Nur so könne man alle mit ins Boot holen, erklärt Heilerziehungspfleger Toni Gleißberg. Der Garten und das Grün drumherum seien ein besonderes Plus der Einrichtung: "Das wirkt sich auf die Gruppe und auf die ganze Atmosphäre aus."


Kiloweise Urlaubsmünzen für die Lebenshilfe


Derzeit betreut die Lebenshilfe Fürth insgesamt 44 Teilnehmende in nun drei Förderstätten im Stadtgebiet. Bereichsleiter Stefan Ebert freut sich besonders darüber, dass in den vergangenen Jahren ein Umdenken in der Behindertenarbeit zu beobachten ist: "Es wird zunehmend sinnstiftend gearbeitet."

Mithilfe der Heilerziehungspfleger können die Erwachsenen an der Berufswelt teilhaben und halten am Ende ein fertiges Produkt in der Hand.

Im Herbst sollen dann die nächsten zwei bis drei Teilnehmenden in der Förderstätte loslegen. Diese schrittweise Belegung ist wichtig, meint Ebert, denn: "Man muss gemeinsam wachsen, von und miteinander lernen."

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