Samstag, 14.12.2019

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Neue Linie: Der 189er legt in Fürth los

Ein Sprinter pendelt ab sofort zwischen Hauptbahnhof und Vacher Straße - 03.12.2019 06:00 Uhr

Rechts ein normaler Linienbus, links der neue Midi-Bus. Dass er vorerst ein Dortmunder Kennzeichen trägt, hat seinen Grund. © Foto: Johannes Alles


Bislang fährt kein Bus der infra durch die Theresienstraße in der westlichen Innenstadt, auch die südliche Vacher Straße wird – mit Ausnahme des Nachtbusses N 9 – aktuell noch ausgespart. Mit der neuen Linie 189 ändert sich das. Sie verkehrt seit Montag im 40-Minuten-Takt zwischen dem Fürther Hauptbahnhof und dem Conrad-Stutz-Weg, also dem Nahversorgungszentrum in der Vacher Straße. Dort finden die Fahrgäste Anschluss an die Linien 171 und 175.

Im Detail führt der Weg vom Bahnhof über Theresien-, Bad-, Weiher- und Uferstraße bis zur Billinganlage und von dort in die Vacher Straße. Dass der 189er kommt, ist Ausfluss des ersten Fürther Nahverkehrsplans, der eine Unterversorgung in manchen Stadtgebieten festgestellt hat. Die infra lässt sich die Linie jährlich 240 000 Euro kosten.

Kein Bedarf am Sonntag

Allerdings fährt der Bus nur von Montag bis Samstag, was Klaus Dieregsweiler, Chef der Verkehrssparte, so begründet: "Wir sehen am Sonntag einfach keinen Bedarf." Im Fall der Fälle lasse sich das Angebot aber später noch erweitern.

Definitiv eine Besonderheit ist, dass zum ersten Mal ein Kleinbus zum Einsatz kommt. Der Mercedes-Sprinter mit einem modernen Euro-6-Diesel-Motor wurde dazu extra angeschafft, vom Freistaat gab es Fördermittel. Mit einem Elektro-Motor, sagt Dieregsweiler, gebe es diese Modelle noch nicht.

Dass die infra beim 189er auf einen Midi-Bus setzt, liegt auch an Engstellen auf der Strecke. Die Theresienstraße auf Höhe der Comödie sei ein Nadelöhr für große Fahrzeuge, die von der Schwabacher Straße rechts abbiegen wollen. "Da hängst du ganz schnell mal am Bordstein", sagt Dieregsweiler. Und in der südlichen Vacher Straße verengen parkende Autos den Straßenraum.

Midi-Bus hin oder her, für die Fahrgäste ändert sich im Vergleich zu einem normalen Linienfahrzeug nur wenig: Durch zwei Türen lässt sich vorne und hinten ein- bzw. aussteigen. In den vorderen Teil mit seinen fünf Klappsitzen passen auch Rollstühle und Kinderwagen. Dazu kommen zwölf feste Sitze. Die Stehplätze mit eingerechnet, so Dieregsweiler, könne der Sprinter über 30 Menschen transportieren.

Vorerst fährt er ohne Werbung und mit einem Dortmunder Kennzeichen durch Fürth. Der Grund: Es handelt sich um einen Ersatzwagen. Das neue Fahrzeug, das die infra bestellt hat, ist nicht rechtzeitig fertig geworden.

JOHANNES ALLES

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