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Neue Runde im Kampf um die Trasse

Fürths Einwände gegen den S-Bahn-Verschwenk werden am 5. und 6. Juli erörtert - 16.06.2011 16:00 Uhr

Die Fürther plädieren für einen Ausbau der S-Bahn-Trasse entlang der Bestandsstrecke — hier am Herboldshofer Bahnübergang. Doch die Bahn pocht auf den Ausbau im weiten Bogen durch das Knoblauchsland. © Mark Johnston


Der im Planverfahren größerer öffentlicher Bauprojekte vorgeschriebene Erörterungstermin, war — wie berichtet — bereits im April angesetzt worden, ist aber auf Protest der Stadt hin verschoben worden. Die Kommune hatte moniert, dass ihr wichtige Informationen zum Überprüfen der Kosten-Nutzen-Analyse der Bahn vorenthalten werden.

Am vergangenen Freitag ist immerhin das bislang ebenfalls ausstehende Bahn-Gutachten zur Hochwasser-Simulation im Bereich des Bucher Landgrabens bei der Stadt eingegangen. Berechnungsgrundlagen für die Kosten-Nutzen-Analyse hält das Bayerische Wirtschaftsministerium als Auftraggeber des Bahnprojekts jedoch weiter unter Verschluss.

Die von der Stadt auf eigene Rechnung in Auftrag gegebenen Gegengutachten können die Bahn-Planung daher nicht fundiert widerlegen. Wie berichtet, machen sich alle politischen Kräfte in Fürth für einen Ausbau der S-Bahn entlang der Bestandsstrecke nach Erlangen stark.

Laut Bahn-Berechnung hat diese Variante jedoch einen geringfügig schlechteren Nutzeffekt als der Schwenk mit einer neuen Station zwischen Steinach und Bislohe. Nachteil dieses Haltepunkts im Knoblauchsland ist allerdings seine schlechte Anbindung an das Straßennetz. Außerdem sind an den Viadukten hohe Bahndämme erforderlich, die das Landschaftsbild nachhaltig stören.

Viel Zeit zur Vorbereitung auf den entscheidenden Meinungsaustausch mit der Bahn und dem Ministerium bleibt der Stadt nicht. Die Terminankündigung fällt zudem ausgerechnet in die Ferienzeit. Zu Beginn der Erörterung werden am 5. Juli die sogenannten Träger öffentlicher Belange, Behörden und Leistungsträger angehört. Anschließend ist eine Erörterung der Trassenvarianten geplant. Am 6. Juni können dann die Naturschutzvereinigungen, der Bauernverband, der Fischereiverband und der Zweckverband zur Wasserversorgung des Knoblauchslandes ihre Bedenken vortragen.

  

Volker Dittmar

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