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Neue Zennbrücke ist fast fertig

Ende der Verkehrsbehinderung — Auch Forsthausbrücke wieder frei - 20.11.2017 12:00 Uhr

Was hier wie eine Autobahn aussieht, ist nicht von Dauer. Die neue Zennbrücke (links) am Solarberg verläuft im Zuge der Vacher Straße direkt neben der alten. Letztere soll nächstes Jahr abgebrochen werden. Vor Weihnachten noch kann der Verkehr über die neue Brücke fließen. Ab heute Nachmittag soll die alte Brücke wieder uneingeschränkt zur Verfügung stehen. © Foto: Hans-Joachim Winckler


Im Laufe des heutigen Nachmittags, so Tiefbauamtsleiter Hans Pösl auf Anfrage der Fürther Nachrichten, soll die alte Zennbrücke wieder ohne Einschränkungen passiert werden können. Am Wochenende sind letzte Asphaltierarbeiten an den Anschlussstellen des unmittelbar neben der alten Brücke errichteten Neubaus vorgenommen worden. Betroffen waren die Kreuzung Vacher- und Stadelner Straße und die Einmündung der Flexdorfer Straße in die Vacher Straße.

Bis zuletzt war es jedoch spannend, ob der Terminplan eingehalten werden kann. "Am vergangenen Dienstag ist das Asphaltmischwerk ausgefallen und wir wussten nicht, wie es weitergeht", berichtet Pösl. Doch zum Glück war die Anlage schnell repariert. Noch vor Weihnachten, so der Plan des Tiefbauamts, soll die neue Zennbrücke für den Verkehr freigegeben werden. Das ist die Voraussetzung dafür, dass die baufällige alte Brücke 2018 abgerissen werden kann.

Damit der Frost die noch ausstehenden Restarbeiten – vor allem Abdichtungen mit Kunstharz – nicht behindern kann, wurde der Neubau mit einer beheizbaren Zeltkonstruktion versehen. Erfahrungen damit hat man schon an der Vacher Regnitzbrücke gesammelt. Bereits 2016 war der rund sechs Millionen Euro teure Neubau in Angriff genommen worden. Im Januar wurden dann die 15 bis 20 Meter langen Bohrpfähle in den Boden gerammt, auf denen die Brückenkonstruktion ruht.

Bushaltestellen sind jetzt barrierefrei

Schöner Nebeneffekt des Brückenbaus: Gleich vier Bushaltestellen in der Umgebung wurden für jeweils 50.000 Euro barrierefrei aufgemöbelt. Die hohen Baukosten resultieren aus der Länge der Brücke. Zum Vergleich: Die neue Vacher Regnitzbrücke schlug mit 3,5 Millionen Euro zu Buche. Und selbst die aufwändige Sanierung der Stauffenbergbrücke kostete nur 4,5 Millionen Euro. Mit 1,2 Millionen Euro war die im Mai in Angriff genommene Instandsetzung der Forsthausbrücke veranschlagt. Anders als bei der Zennbrücke sorgte eine monatelange Totalsperre für lange Umwege. Auch Radler und Fußgänger hatten darunter zu leiden.

Seit 6. November ist das sanierte Bauwerk aus dem Jahre 1962 wieder für den Verkehr freigegeben. "Eine absolute Punktlandung", wie Pösl erfreut sagt. Ob das auch auf die Kosten zutrifft, müsse erst die Schlussrechnung zeigen. Doch dem Amtsleiter liegen keine Anzeichen eines Mehraufwandes vor.

Tempo 30 auf der Zirndorfer Brücke

Die nächsten Brücken warten bereits. So ist die Tragfähigkeit der Zirndorfer Brücke derart eingeschränkt, dass sie nur noch mit Tempo 30 passiert werden kann. Der Schwerlastverkehr muss andere Wege nehmen. Als Grund für die Schäden sehen Fachleute wie Pösl die früher maßgebliche Eleganz an: In den 1960er und 1970er Jahren wurden viele Betonkonstruktionen aus ästhetischen Gründen sehr schmal ausgeführt. Dass Stahlarmierungen rosten können, wenn der Betonmantel brüchig wird, beunruhigte damals kaum jemand.

Für den Neubau der Zirndorfer Brücke steht ein zweistelliger Millionenbetrag im Raum. Mit dreistelligen Beträgen muss sich Nürnberg bei der Erneuerung seiner Kanalbrücke herumschlagen. In Fürth steht zunächst der Neubau der Brücke der Südwesttangente über die Schwabacher Straße an. Hier sind es die Pfeiler, die zerbröseln und bereits notdürftig mit Stahlmanschetten gesichert werden mussten. Damit der Verkehr nicht völlig ausgebremst wird, ist der halbseitige Abriss und Neubau geplant.

Vom 27. November bis 4. Dezember sorgt aber erst einmal Nürnberg für Behinderungen auf der Tangente: Die Erneuerung der Fahrbahndecke zwischen Gebersdorf und Fürths Stadtgrenze beschwört Staus herauf. 

Volker Dittmar

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