Neuer Flyer: Spannende Entdeckungstouren im Fürther Stadtwald

25.1.2021, 11:10 Uhr
Ein neuer Prospekt stellt regionale Waldlehrpfade vor – auch Fürth ist vertreten. Unser Foto zeigt Franziska Maier vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten an einer der interaktiven Stationen.

Ein neuer Prospekt stellt regionale Waldlehrpfade vor – auch Fürth ist vertreten. Unser Foto zeigt Franziska Maier vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten an einer der interaktiven Stationen. © Foto: Hans-Joachim Winckler

Im Wald ist derzeit ganz schön was los. Während des Lockdowns zieht es die Menschen, wie kürzlich berichtet, in Scharen nach draußen. Stadtförster Martin Straußberger schätzt, dass die Zahl der Besucher locker zwei- bis dreimal so hoch ist wie sonst.

Diese Entwicklung ist den Verantwortlichen der Forstverwaltung nicht entgangen. Mit einem neu aufgelegten Flyer wollen sie nun die Chance nutzen, den Fokus stärker auf das einzigartige Ökosystem Wald zu lenken: Im Faltblatt "Wald entdecken – regional unterwegs" sind sechs Waldlehr- und Walderlebnispfade in der Region mitsamt ihren Besonderheiten aufgelistet. Zu ihnen zählt auch der 2019 eröffnete Waldlehrpfad, der an der Stadtförsterei startet und auf einer Länge von etwa einem Kilometer spielerisch über die Geschichte des Waldes, seine Tiere, Pflanzen und Funktionen aufklärt – und zum interaktiven Entdecken einlädt.

Von der Wildbiene bis zum Rotwild

Fürth ist außerdem mit dem vergangenes Jahr neu angelegten Wald-Wild-Erlebnispfad vertreten, der vom Felsenkeller bis zum Rotwildgehege führt. Im Mittelpunkt steht der Forst als Lebensraum für zahlreiche Bewohner – von der Wildbiene über Fledermäuse bis zum Rotwild. Außerdem finden sich in dem Flyer Informationen zum Naturerlebnispfad am Walderlebniszentrum Tennenlohe, zum Klima-Energie-Lehrpfad im Erlanger Meilwald, zum Bodenerkundungspfad in Kalchreuth sowie zum Waldlehrpfad am Valznerweiher.

"Uns ist bewusst, dass wir uns da gerade in einem Spannungsfeld bewegen", sagt Rebekka Kornder vom zuständigen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Denn der Lockdown beschränke einerseits die Bewegungsfreiheit, andererseits gebe es in der Bevölkerung ein großes Bedürfnis rauszugehen. "Da ist der Wald einfach naheliegend. Das möchten wir nutzen und den Blick der Menschen stärker auf das Ökosystem Wald lenken."

Das sei gerade in Zeiten des Klimawandels von großer Bedeutung. Der Forst diene schließlich nicht nur der Erholung, sondern sorge auch für ausreichend Sauerstoff und für sauberes Trinkwasser – zudem diene er dem Hochwasserschutz. "Er ist unsere Lebensgrundlage, die es zu schützen und zu bewahren gilt", sagt Kornder.

Stadtförster Straußberger wiederholte bei der Präsentation des neuen Flyers seinen Appell an alle Waldbesucher, gerade in der Winterzeit darauf zu achten, die Wege möglichst nicht zu verlassen, um die Tiere nicht unnötig aufzuschrecken. Gerade nach Anbruch der Dämmerung sei es wichtig, dass sie ungestört bleiben.

Der Flyer "Wald entdecken" liegt an der Stadtförsterei bereit und kann in Kürze auf der Internetseite des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten heruntergeladen werden (www.aelf-fu.bayern.de)

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