-5°

Montag, 08.03.2021

|

Neues Bilderrätsel: Wer kennt das Stillleben mit Teich?

Wie immer ist Hilfe willkommen - 23.01.2021 20:00 Uhr

Kein Mensch, nirgends, aber reichlich Idylle: Aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stammt dieses Foto, so viel steht fest. Mehr ist jedoch über den Standpunkt des Fotografen nicht bekannt.

22.01.2021 © Foto: Stadtarchiv/Heinrich Lotter


Über die Frage, welche Vorzüge denn nun das Land- und das Stadtleben haben, kann man sich anno 2021 wunderbar in die Haare geraten. Wo lebt es sich besser, schöner, geldbeutel- und blutdruckschonender? Landlust und viele andere Magazine mit reichlich Fotos und wenig Text glauben die Antwort zu kennen. Hier sind die Apfelkuchenrezepte noch von Großmüttern höchstpersönlich erprobt worden.

Das Leben da draußen zur puren, unverfälschten, aller großstädtischer Gemeinheiten abholder Idylle zu erklären, wäre allerdings grundfalsch, nicht nur mit Blick auf den acht Kilometer entfernten nächsten Geldautomaten. Auf dem Land ging es, zumindest vor wenigen Jahrzehnten noch, alles andere als romantisch zu. Dennoch weckt das Stillleben, das Fotograf Heinrich Lotter hier einfing, keineswegs ausladend; dass es menschenleer ist, hilft dem Betrachter, die rauen, höchst arbeitsamen und erbarmungslosen Seiten des Landlebens zu verdrängen. Denn keine Frage: Sollte es ein Foto aus Fürth sein, dann von seiner Peripherie – oder eben aus dem Landkreis.


Eine Villa auf der Grenze


Als 1000-Teile-Puzzle hätte das Motiv den höchsten Schwierigkeitsgrad, dafür sorgt schon das Gewässer im Vordergrund – Fischteich, Löschteich oder beides. Dahinter ein Reigen von Gehöften, Scheunen, Wohnhäusern unterschiedlicher Größen und Güteklassen. Der Fotografen-Standort würde heute vermutlich einen völlig anderen Blick aufs Areal freigeben; Lotter starb 1950, sein umfangreiches Werk dokumentiert Fürth in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Doch wo spielt sich jene ländliche Szene ab? Wer kann Auskunft geben über die Häuser und die Familien, die dort lebten? Gibt es den Teich noch oder hat unter dem Arbeitstitel "Gewerbegebiet" hier längst die große Betonmaschine ihres Amtes gewaltet? Führt der Lösungsweg nach Vach oder Mannhof, nach Poppenreuth oder in die Dörfer jenseits der Kleeblattstadtgrenze?


Fürth 1971: Als die Taxen die Farbe wechselten


Fragen, über die auch Stadtarchivar Martin Schramm und sein Team schon seit langer Zeit ergebnisoffen grübeln. Groß ist der Lotter-Fundus, doch just dieses Bild gehört zu jenen Archivschätzen, die die Fachleute nicht zuordnen können, weder zeitlich noch geographisch.

Können Sie’s? Wenn ja, dann helfen Sie weiter und schicken eine Mail mit Ihrem geballten Wissen an redaktion-fuerth@pressenetz.de oder per Post an die Fürther Nachrichten, Schwabacher Straße 106, 90763 Fürth.

1

1 Kommentar

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Fürth