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Neues Fürther Christkind bittet zur Audienz

Beim Weihnachtsmarkt gibt es regelmäßig Sprechstunden an der Krippe - 27.11.2018 13:58 Uhr

Christkind Nicole Jucha mit ihren Engeln (von links) Larena, Marlen, Linda und Emilia sowie "Christkind-Mama" Dorothea Trapp.

© Foto: Hans-Joachim Winckler


75 Termine bis Heiligabend, vielleicht werden es auch noch ein paar mehr. Das Programm der kommenden Wochen ist für das Fürther Christkind – von außen betrachtet – wohl alles andere als ruhig und besinnlich. Trotzdem freut sich die junge Fürtherin, dass es am Donnerstag endlich losgeht.

Der Prologtext dürfte sie dann eigentlich vor keine größeren Probleme mehr stellen. "Seit September habe ich ihn mir täglich beim Gassi gehen mit meinen Hund eingeprägt", erzählt Nicole Jucha.

Die Aufregung wird aber trotzdem groß sein, wenn es wirklich ernst wird. Und nicht nur sie, sondern auch ihr Umfeld fiebert auf den ersten Auftritt hin. Ihre Familie sowieso und ebenso die Nachbarn. "Die finden es toll, weil sie jetzt direkt neben dem Christkind wohnen", sagt Jucha.

Das himmlischste Amt, das Fürth zu bieten hat, als ihren Kindheitstraum zu bezeichnen, wäre allerdings übertrieben. Zwar spricht die 19-Jährige zu Hause schon seit langem die Weihnachtsgedichte. Auf die Idee, sich als Christkind zu bewerben, kam sie jedoch erst, als sie im vergangenen Jahr einmal ihre Vorgängerin gesehen hatte.

Mit vier Engelchen unterwegs

"Da dachte ich mir, das könnte ich doch auch machen." Ganz alleine wird sie aber nicht sein, zumindest nicht beim Prolog: Mit Emilia, Larena, Linda und Marlen stehen ihr gleich vier Engelchen zur Seite.

Gemeinsam werden sie dann einen Weihnachtsmarkt eröffnen, der so groß wie nie sein wird. "Mit 40 Händlern und Schaustellern sind wir jetzt an einer Grenze", erklärt Horst Müller, der bis zum 23. Dezember nicht mehr nur Wirtschafts-, sondern auch "Weihnachtsmarktreferent" ist. In den vergangenen 22 Jahren habe sich die Veranstaltung "extrem positiv" entwickelt. Einer Umfrage zufolge rangiere er bei der Beliebtheit unter den ersten drei in Franken.

Vor allem gegenüber dem Nachbarn hebe er sich mit Besinnlichkeit und Gemütlichkeit ab: "Wer sich ohne Gedränge und Glühwein oder Senf auf der Jacke auf Weihnachten einstimmen möchte, findet bei uns eine gut besuchte, aber ruhige Alternative zum Nürnberger Christkindlesmarkt", so Müller.

Neu auf der Freiheit sind in diesem Jahr, wie berichtet, unter anderem die mit 14 Metern höchste Weihnachtspyramide Bayerns sowie eine 200 Quadratmeter große Kunsteisbahn. Dort kann man für fünf Euro Eintritt täglich Schlittschuh laufen. Wieder mit dabei ist auch der Mittelaltermarkt, wo es wie auf dem Weihnachtsmarkt jeden Tag Musik und Vorführungen gibt.

Selbstverständlich wird Christkind Nicole Jucha nach dem Prolog noch regelmäßig "ihren" Markt besuchen. Dienstags und donnerstags bittet sie jeweils um 16 Uhr für eine halbe Stunde zur "Audienz" an der Krippe. Dort wird sie dann Weihnachtsgeschichten lesen und für Fotos mit den Besuchern posieren.

Armin Leberzammer

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