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Samstag, 28.03.2020

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Niklas Haupt: OB-Kandidat für Fürth

Niklas Haupt © Winckler


Name:

Niklas Haupt


Alter:

34


Beruf:

Bildungsreferent


Wohnort:

Fürth


Partei:

Die Linke


Liste:

Die Linke


E-Mail:

niklas.haupt@die-linke-fuerth.de

Website

https://www.die-linke-fuerth.de



Mit mir an der Spitze werden sich in den nächsten sechs Jahren diese drei Dinge als Erstes ändern:

DIE LINKE und ich werden sich für folgende Punkte einsetzten: Eine soziale und ökologische Stadt: Die Bedürfnisse der Stadtbewohner*innen müssen Vorrang vor denen der Unternehmen haben. Wir brauchen einen Stopp der Grund- und Bodenspekulation, ein umfassendes städtisches (Sozial-)Wohnungsbauprogramm und die Förderung von Wohngenossenschaften. Die städtische Grundversorgung gehört ausgebaut und in die öffentliche Hand. Für die Beschäftigten kommunaler Einrichtungen und von der Stadt finanzierter Träger müssen tarifrechtliche Standards gelten. Wir wollen eine ökologische, nachhaltige und klimagerechte Stadt für alle. Der Ausbau der Radwege und ein energieeffizienter und günstiger Nahverkehr sollen das Auto als Hauptverkehrsmittel überflüssig machen. Städtische Naturräume müssen erhalten bleiben, Grünanlagen ausgebaut und erneuerbare Energien gefördert werden. Die Kosten der ökologischen Wende dürfen nicht auf sozial Benachteiligte abgewälzt werden. Eine demokratische Stadt: Die Stadt muss denen gehören, die in ihr leben, wohnen und arbeiten. Die Einwohner*innen sollen das politische Geschehen in der Stadt und in den Stadtteilen mitbestimmen. Wir stehen für einen Ausbau demokratischer Mitentscheidung und Transparenz. Jugendliche sowie Kunst und Kultur brauchen leicht zugängliche und dauerhafte Freiräume. Daher setzen wir uns für ein soziales Zentrum und ein selbstverwaltetes Jugendzentrum ein. Eine solidarische Stadt: Herkunft, soziale Lage, Geschlecht, Sexualität, Religion oder körperliche Einschränkungen dürfen bei der gesellschaftlichen Teilhabe keine Rolle spielen. Fürth soll “Sicherer Hafen” für Geflüchtete sein - nicht nur als Lippenbekenntnis. Das städtische Hilfsangebot für sozial Benachteiligte muss ausgebaut werden und sich an deren Bedürfnissen orientieren. Wir stehen für eine enge städtische Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft und im Kampf gegen rechts. Unsere Stadt ist für alle Menschen da! Nicht für den Profit einiger weniger!

Das größte Ärgernis in meiner Stadt ist…

dass trotz des wirtschaftlichen Aufschwungs nur wenige vom gesellschaftlichen Reichtum profitieren. Die Grund- und Immobilienspekulation boomt - und die Mieten steigen ins Unermessliche. Über 500 Haushalte warten in Fürth auf eine Sozialwohnung und für viele weitere werden die Mieten immer unbezahlbarer. Gleichzeitig zerstören Luxussanierungen und Spekulationsobjekte gewachsene Stadtteilstrukturen und vertreiben ihre Bewohner*innen aus den Stadtvierteln. Aufgrund der hohen Lebenshaltungskosten leben die meisten für die Arbeit statt für ein gutes Leben. Prekäre Arbeits- und Lebensbedingungen produzieren körperliche und psychische Erkrankungen. Die hemmungslose Durchsetzung der Marktgesetze trifft Menschen in finanziellen Schwierigkeiten am härtesten. Es trifft vor allem die, die ohnehin diskriminiert werden. Die öffentliche Daseinsvorsorge wird immer mehr auf reine Wirtschaftlichkeit getrimmt - zu Lasten der kommunalen Infrastruktur, öffentlicher Grundversorgung, der Umwelt und unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Ich setze mich für eine grundsätzliche Wende in dieser Politik ein. Der Reichtum der Stadt muss allen Menschen zugutekommen. Soziale Sicherheit, gute Arbeitsbedingungen und bezahlbarer Wohnraum, die sozial-ökologische Wende, Klimaschutz und guter und günstiger Nahverkehr sind dringliche kommunale Aufgaben.

Dafür würde ich auf der Straße demonstrieren:

Für mich hat politische Engagement in zivilgesellschaftlichen Gruppen und auf der Straße einen sehr hohen Stellenwert. Seit ich politisch aktiv bin demonstriere ich daher regelmäßig. Politisiert wurde ich in der Bewegung gegen den Irak-Krieg im Jahr 2003, als ich das SchülerInnenbündnis gegen den Krieg mit initiiert habe. Anschließend habe ich mich vor allem Kampf gegen Rechts und für soziale Gerechtigkeit engagiert. Dabei habe ich in lokalen Bündnissen wie dem Sozialforum und dem Fürther Bündnis gegen Rechtsextremismus und Rassismus (BgR) mitgewirkt. Seit 2017 bin Ich einer der Sprecher des BgR und natürlich bin ich seit meiner Jugend Gewerkschaftsmitglied. In diesen Zusammenhängen habe ich mich an vielen Demonstrationen und Kundgebung beteiligt oder diese mitorganisiert. Auch zukünftig werde ich dieses Engagement fortsetzen. Egal ob Friedenspolitik, Klimakrise, der Kampf für ein gutes Leben, bezahlbare Mieten und das Engagement gegen den Rechtsruck – es braucht Menschen die sich für diese Themen einsetzten. Oftmals reagiert die Politik erst dann, wenn der Druck von der Straße groß genug ist – das beste Beispiel ist die Fridays For Future- und die Fürther Protestgarten-bewegung. Als LINKE verstehen wir uns als „Partei in Bewegung“, das heißt wir sind auch außerhalb der Parlamente in sozialen Bewegungen aktiv und in den Parlamenten machen wir uns für die Anliegen der Zivilgesellschaft stark. Die sozialen Bewegungen brauchen auch im Fürther Stadtrat eine starke Stimme! Außerdem möchte ich eine stärkere Förderung zivilgesellschaftliche Organisationen erreichen. Bisher fehlen diesen Gruppen in Fürth geeignete Räume für ihre Treffen, Veranstaltungen und Aktivitäten. Während es in Nürnberg eine Vielzahl kostengünstiger Räume gibt, sucht man in Fürth oftmals vergebens. Daher braucht es in Fürth unbedingt zeitnah ein soziales Zentrum und auch die Protestgarten-Bewegung muss ein selbstverwaltetes Zentrum für junge Menschen bekommen!

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