Nur kleine Schritte Richtung Fürther Stadion

15.10.2012, 09:00 Uhr
Gewerbefläche und Biotop: Das Grundstück zwischen Main-Donau-Kanal und Johann-Zumpe-Straße wird wohl nicht so schnell bebaut werden können wie ursprünglich geplant war.

Gewerbefläche und Biotop: Das Grundstück zwischen Main-Donau-Kanal und Johann-Zumpe-Straße wird wohl nicht so schnell bebaut werden können wie ursprünglich geplant war. © Anestis Aslanidis

Ursache für die Verzögerung sind naturschutzrechtliche Belange. In dieser Woche gab es ein Treffen zwischen Vertretern der Stadt und der Regierung von Mittelfranken, bei dem immerhin ein kleiner Fortschritt erzielt worden sein soll. In wenigen Wochen, so der städtische Wirtschaftsreferent Horst Müller, werde feststehen, wie die nötigen Ausgleichsflächen beschaffen sein müssen. Danach könne das Projekt vorangetrieben werden.

Wie mehrfach berichtet, sind im Frühjahr auf dem Gewerbegrundstück in der Fürther Südstadt brütende Vögel entdeckt worden, die unter Naturschutz stehen. Danach dauerte es Monate, bis ein Spezialbüro ein vogelkundliches Gutachten erstellte. Dieses Gutachten liegt derzeit zur Prüfung sowohl bei der Regierung von Mittelfranken als auch bei der Stadt Fürth. Es ist die Basis für den von Müller in Aussicht gestellten Bescheid.

Gleichzeitig geht es darum, ob die Stadt Fürth der örtlichen Sparkasse, die den Grundstückskauf zwischenfinanzieren soll, ein sogenanntes Andienungsrecht einräumen darf. Die Bank möchte sich absichern, falls doch nichts aus der neuen Fußball-Arena für 20.000 Zuschauer wird.

Bauherr Thomas Sommer gibt sich nach wie vor zuversichtlich, dass in der Südstadt früher oder später Bagger anrollen. Seine Finanzierung stehe und warte nur darauf, abgerufen zu werden, so der Immobilien-Millionär. Auch die momentane sportliche Situation habe keinen Einfluss auf seine Planungen.

Ermittlungen laufen

„Wenn wir nicht gleich in die Dritte Liga absteigen, sehe ich kein Problem“, sagt Sommer. „Wir haben das Ganze ja auf den Weg gebracht, als noch gar nicht feststand, dass die SpVgg aufsteigt.“

Im Sommer hatte das eigenmächtige Vorgehen von Grundstückseigentümer Herbert Mederer für zusätzliche Komplikationen gesorgt. Der Chef des Fruchtgummi-Unternehmens Trolli ließ, wie er selbst einräumte, einen Teil der Fläche einebnen. Zu diesem Zeitpunkt hatte aber noch keine Vogelzählung stattgefunden. Die Staatsanwaltschaft leitete ein Strafverfahren gegen unbekannt ein, die Ermittlungen der Polizei dauern an.
 

17 Kommentare