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Sonntag, 21.04.2019

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Oberasbach geht es rundherum gut

Bürgermeisterin lobt beim Neujahrsempfang das Klima und appelliert an Demokraten - 12.01.2019 21:00 Uhr

Gewohnte Übung beim Neujahrsempfang: Bürgermeisterin Birgit Huber (mit dem Dritten Bürgermeister Thomas Peter, li.) hatte viele Hände zu schütteln, wie hier die des neuen Stadtseniorenrat-Vorsitzenden Harald Fassel. © Foto: Thomas Scherer


Mehr Sport, natürlich: Das ist einer der typischen Vorsätze, den die halbe Welt und unter anderem so mancher Oberasbacher zur Jahreswende fasst. Bestimmt auch der eine oder andere der rund 200 Gäste, die im Saal der Tanzschule Forum den Worten der Bürgermeisterin lauschten.

Ihnen empfahl Birgit Huber deshalb einen Plausch mit den beiden Oberasbacher Sportlern des Jahres: Tischtennis-Ass Ronja Brüchert und Peter Hübner, ein Läufer, bei dem es gerne etwas länger sein darf — wie etwa beim Spartathlon-Lauf. Die 246 Kilometer spulte er in 35 Stunden ab.

Nicht in solchen Dimensionen, aber mindestens auf Halbmarathon-Niveau bewegte sich das Rede-Manuskript der Bügermeisterin: 23 Seiten, eng bedruckt. Doch nach einer etwas zähen Aufwärmrunde mit der Begrüßung zahlreicher Ehrengäste kam Birgit Huber in Bewegung: Vom kräftig umgestalteten Stadtzentrum mit Rathausplatz, der neuen Tiefgarage und der aufpolierten Vorderen Hochstraße schlug sie den Bogen zum "Erlebnisweg Wallensteins Lager", ein vom europäischen Leaderprogramm gefördertes Projekt, das Oberasbach gemeinsam mit Zirndorf und Stein umsetzt. "Wir ziehen alle an einem Strang", sagte die Rathauschefin an die Adresse ihrer Kollegen aus den beiden Nachbarstädten, Thomas Zwingel und Kurt Krömer, die sich ebenfalls unter den Gästen befanden.

Doch der Blick zurück auf das vergangene Jahr berührte nicht nur erfolgreich abgeschlossene Vorhaben und freudige Erinnerungen, sondern auch traurige Momente: Birgit Huber erinnerte an den Tod von Heidi Chille, langjährige SPD-Stadträtin und Zweite Bürgermeisterin. Auch Franz Teletzky, jahrzehntelang Motor der Sudetendeutschen Landsmannschaft vor Ort und Träger der Bürgermedaille, starb 2018.

Pralles Programm

Und was bringt das neue Jahr? Ein dicht gedrängtes Programm. Oberasbach feiert: 25 Jahre Stadterhebung, mit einem zweitägigen Bürgerfest am 27. und 28. April; die Kindertagesstätte Storchennest in Rehdorf wird saniert und umgebaut; die Instandsetzung der Jahnhalle wird vorangetrieben, ebenso die Planung für das Sport-Vorzeigeprojekt neue Dreifachturnhalle am Hans-Reif-Sportzentrum; weitere Bushaltestellen werden barrierefrei, der Radweg an der Hainbergstraße asphaltiert. . .

"Uns geht es rundherum gut", meinte Birgit Huber. In Oberasbach hätten Sachlichkeit, Transparenz, Demokratie und Diskriminierungsfreiheit "einen sehr hohen Stellenwert". Aber es gelte, dass das Gemeinwohl über Einzelinteressen stehen müsse.

Mit Blick auf das Wahljahr 2019 appellierte die Bürgermeisterin an die Gäste, nicht nur in der Stadtgesellschaft, sondern auch auf landes-, bundespolitischer und europäischer Ebene, der "demokratischen Kultur verbunden" zu bleiben. Am 26. Mai geht es für die Bürger zu den Urnen: "Geben Sie Ihre Stimmen ab", forderte Birgit Huber angesichts dessen auf: "Europa braucht jeden einzelnen."  

Harald Ehm

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