Donnerstag, 23.05.2019

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Oberasbach will keine grellen Experimente

Sanierte Jahnhalle im Hans-Reif-Sportzentrum bekommt eher dezente Fassadenfarbe - 17.04.2019 13:23 Uhr

Farbenschau an der Ostseite der Jahnhalle: Ursprünglich sollte es das Muster ganz links sein. Doch das helle Grün wurde ebenso aussortiert wie der Farbton ganz rechts. Die Wahl fiel nun auf die Variante in der Mitte. © Andre De Geare


Als Material ist, wie bereits berichtet, ein gelochtes Trapezblech vorgesehen, das wiederum farbig hinterlegt ist. Daraus sollen sich, je nach Lichteinfall, interessante optische Effekte ergeben. Eigentlich schien die Wahl bereits getroffen. Doch als dann im Januar verschiedene Farbmuster an der Ostfassade des Gebäudes montiert wurden, zeigte sich, dass der ursprünglich ausgewählte Grünton in Verbindung mit dem hinterlegten Schwarz "zu stark hervorsticht", wie es Daniel Morawietz vom Bauamt nun in der Sitzung formulierte.

Weitere Befürchtungen: Die Farbwahl sei nicht "zeitlos" genug und symbolisiere auch nicht die künftige Nutzung. In der Jahnhalle sollen dann nämlich neben "ruhigeren Sportarten" auch Veranstaltungen stattfinden. Glatt durchgefallen sind allerdings auch das kräftige Grün ("unpassend") und das blanke Alu, das die Betrachter mehr an einen Industriebau erinnerte.

Der Architekt empfahl nun ein dunkleres Blech in Kombination mit einer grünen Hinterlegung. Das harmoniere auch gut mit dem Schiefergrau der neuen Fenster. Er wisse zwar nicht, ob ihm "das lebensbejahende Nato-Oliv" gefalle, gab sich Jürgen Schwarz-Boeck ironisch. Allerdings stimmte der CSU-Fraktionssprecher der Auswahl ebenso zu wie der Rest des Gremiums.

Der erste Bauabschnitt der Sanierung des rund 3,6 Millionen Euro teuren Projekts soll im April beendet sein. Dabei wurden unter anderem die Fenster auf der Nord- und Ostseite ausgetauscht sowie die Umkleidekabinen und Duschen neu aufgeteilt und modernisiert. Anschließend folgt der sehr viel umfangreichere zweite Bauabschnitt. Dabei werden beispielsweise das Foyer sowie der Raum der Kraftsportler den Vorgaben des Brandschutzgutachtens angepasst, Elektro-, Sanitär- und Heizungsinstallation erneuert. Der Fußboden in der Halle wird ausgetauscht, die Fassade gedämmt und wie beschrieben neu gestaltet sowie vieles mehr. Rund ein Jahr ist für die Arbeiten veranschlagt. Fertig herausgeputzt soll sich die Jahn-Halle dann voraussichtlich im Frühjahr 2020 präsentieren. 

Harald Ehm

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