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Obermichelbach: Der Biber staut auf

Vielleicht darf er trotzdem bleiben - "Er wird nicht getötet", verspricht der Bürgermeister - 17.06.2020 20:15 Uhr

Der „Obermichelbacher Biber“ hat im Regenrückhaltebecken wenige Meter vom Rathaus entfernt einen beachtlichen Damm errichtet (links im Bild).

© Foto: Heinz Wraneschitz


Fast ein wenig verliebt klingt es, wenn Bürgermeister Bernd Zimmermann (CSU) von "unserem Obermichelbacher Biber" spricht. Die Nager sind besonders streng geschützt, weshalb in Bayern Geldstrafen bis zu 50.000 Euro anfallen können, sobald ein Tier gefangen, verletzt oder getötet wird.

Nur ein paar Meter vom Rathaus entfernt hat es sich der Biber gemütlich gemacht. Im Regenrückhaltebecken in Richtung Untermichelbach hat er seine Burg errichtet, aus Zweigen, Gras und Müll, zum Beispiel Flaschen. Durch das Stauwerk, das den Eingang zum Bau überschwemmt, ist der Wasserpegel im Teich angestiegen.

"Ich habe mir das gemeinsam mit dem Umweltschutzamt und dem Biberbeauftragten angeschaut", berichtete Zimmermann in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Nun soll das Wasserwirtschaftsamt die Sache prüfen: "Wenn der Zweck Regenrückhaltung weiter gegeben ist, darf der Biber bleiben. Wenn nicht, wird er umgesiedelt, wohin auch immer." Eines aber werde nicht passieren: "Der Biber wird nicht getötet", verspricht der Bürgermeister.

Das beruhigte die Zuhörer, die auch ein Problem mit Ratten zur Sprache brachten. Darüber wurde jedoch nicht weiter diskutiert, sondern über die Störche auf der Aussegnungshalle. "Wir freuen uns, dass sie ein Nest gebaut haben. Die Tiere fühlen sich dort wohl", so Zimmermann.

Wegen deren Ausscheidungen müsse man jedoch das Oberlicht der Halle schützen. Eine Folie habe man deshalb bereits ausgelegt. Mehr sei momentan nicht drin, "denn das Urheberrecht bei der Halle hat der Architekt". Gemeinsam mit ihm will die Gemeinde nun eine Lösung finden, um den Kot vom Dachfenster fernzuhalten.

wra

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