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Ohne Test, ohne Termin: Im Fürther Landkreis wird weiter gelockert

Ab Sonntag gibt es neue Erleichterungen, ein Impfbus steuert die Fürther Tafel an - 30.05.2021 11:00 Uhr

In der Moschee der ditib-Gemeinde in der Südstadt konnten sich gestern Mitglieder, aber auch Fürtherinnen und Fürther aus der Nachbarschaft impfen lassen.

28.05.2021 © Foto: Ron Hübner


Der Landkreis ist der Stadt Fürth in Sachen Inzidenz einen großen Schritt voraus: Während sich die Fürtherinnen und Fürther gerade darüber freuen können, dass sie jetzt überhaupt wieder im Biergarten oder im Kinosessel sitzen können, dass Fitnessstudios und Museen öffnen, kommt im Landkreis schon die nächste Öffnungsstufe.


Fassanstich im Felsenkeller: Fürths Wirte legen los


Am Freitag lag die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis bei 39,9 – also zum fünften Mal in Folge unter 50. Ab Sonntag gibt es damit einige Erleichterungen (mehr dazu weiter unten).

Aktuell sind im Landkreis 119 Menschen corona-positiv, in Fürth 226. In den vergangenen sieben Tagen gab es im Kreis 47 Neuinfektionen und in der Stadt 65. Am Freitag kratzte die Inzidenz in Fürth tatsächlich auch an der 50er-Marke (50,6), allerdings ist diese niedrige Zahl mit Vorsicht zu genießen. Wegen der Feiertage verzögern sich Meldungen.

Lage im Fürther Klinikum hat sich entspannt

Trotzdem: Die Lage in Fürth hat sich entspannt. Im Klinikum werden noch zwölf Covid-19-Patienten behandelt, davon drei auf der Intensivstation, wie Rathauschef Thomas Jung bei seinem monatlichen Pressetermin zur Corona-Lage berichtete.

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Die Hoffnung auf einen angenehmen Sommer sei deutlich gewachsen. Der OB warnt aber auch: "Es gibt immer die Gefahr eines Rückschlags." Es sei wichtig, weiter die Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten.

Liegt die Inzidenz drei Tage über 100, müssen Öffnungen wieder zurückgenommen werden – Kempten hat das gerade erlebt. Und in Memmingen, momentan mit 140,6 bundesweiter Spitzenreiter, gehe der Wert nur langsam herunter.

Immerhin sind inzwischen rund 40 Prozent der Menschen in Stadt und Landkreis gegen das Coronavirus erstgeimpft, zirka 14 Prozent haben bereits beide Impfungen bekommen. Das entspricht annähernd dem bundesweiten Schnitt (42,1/16,4). Insgesamt hat das Impfzentrum mit seinen Teams rund 96.000 Impfdosen verabreicht, die Arztpraxen 40.600.

Bis zum 18. Mai lag der Schwerpunkt auf den Erstimpfungen, inzwischen ist es umgekehrt. Am 24. Mai etwa wurden 240 Erst- und 1158 Zweitimpfungen in Stadt und Landkreis durchgeführt, am Donnerstag waren es 1244 Erst- und 1564 Zweittermine.

Zwei Impfaktionen sollen in der kommenden Woche "Fürth weiter stabilisieren", wie Oberbürgermeister Thomas Jung sagt. Die Stadt hat aus einem bayerischen Sonderkontingent 1600 Fläschchen des Vakzins von Johnson & Johnson erhalten, das seine volle Wirkung nach nur einer Spritze entfaltet.

Impf-Aktion in der Moschee

Die Stadt will damit Bedürftigen und Menschen, die in beengten Wohnverhältnissen leben, ein niederschwelliges Impfangebot machen. Ein "Impfbus" wird dafür die Tafel und das Mehrgenerationenhaus Mütterzentrum ansteuern.

Die Fürther ditib-Gemeinde hat am Freitag in Kooperation mit einer Arztpraxis eine eigene Aktion an der Moschee in der Steubenstraße organisiert. Via Facebook hatte die Gemeinde die Aktion beworben, 80 Astrazeneca-Dosen waren ohne Priorisierung und Termin zu haben, das Angebot stand allen Fürthern offen.

Die Moschee ist außerdem seit einer Weile eine der Anlaufstellen, die Schnelltests anbieten. Dazu gehören neben vielen Apotheken beispielsweise auch das Grüner Brauhaus der Comödie, Obi in Fürth, Höffner und Ikea oder Erlebe Wigner in Zirndorf. Die Nachfrage ist groß, auch weil vielerorts bislang von Kunden und Gästen ein negativer Test verlangt wird.

Ab Sonntag gibt es Lockerungen im Landkreis

Im Fürther Landkreis ändert sich das nun. Das Landratsamt hat am Samstag die Genehmigung der Regierung von Mittelfranken für weitergehende Lockerungen bekommen. Die Erleichterungen gelten ab Sonntag, 30. Mai.


Unter 50: Das ändert sich am Sonntag im Fürther Landkreis


Ab Sonntag muss in folgenden Bereichen kein negativer Testnachweis mehr vorgelegt werden: bei Sport- und Kulturveranstaltungen im Freien, in Freibädern, Fitnessstudios und im Kino (ein Termin ist weiter nötig), in der Außengastronomie, wenn Personen aus zwei Haushalten zusammensitzen (Terminbuchung ist nicht mehr nötig), in Sportstätten und wenn Gruppen Sport machen.

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Unter freiem Himmel können dann bis zu 25 Menschen zusammen Sport machen (auch Kontaktsport), ohne Test. Innen können bis zu zehn Personen oder 20 Kinder unter 14 Jahren kontaktfrei miteinander trainieren. Außerdem gilt ab Sonntag: Die Geschäfte können Kunden ohne Test und Termin, Museen Besucher auch ohne Kontaktdatenerfassung empfangen. Kitas können zum uneingeschränkten Regelbetrieb wechseln.


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